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Sapperlot! Sabam scheitert abermals!

Die Unterhaltungsindustrie hat es schwer, sehr schwer sogar, wenn man ihr denn alles glauben möchte. Niemand auf dieser Welt erwirbt noch Musik oder Filme gegen Entgelt und auch die Gerichte stehen im Lager der Piraten. So auch der EuGH, der nicht einsehen will, weshalb Netzwerkbetreibern eine generelle Vorabprüfungspflicht auferlegt werden sollte. Nach Ansicht des EuGhs müssen rechtsverletzende Inhalte nach wie vor erst mit Kenntnisnahme von den Servern der Betreiber entfernt werden.  Richtig so!

Alles andere wäre ein Rückschritt in die Vergangenheit, um die immer noch prallen Geldbörsen der Unterhaltungsindustrie noch fetter werden zu lassen. Dies lassen die Gerichte allerdings nicht zu und das ist gut so.

Die Unterhaltungsindustrie sollte anfangen zu begreifen, dass die Neuen Medien kein Feind sind, sondern der Weg in die Zukunft, den sie sich nicht vollends verbauen sollten. Kreativität ist gefragt – die kann man nicht kaufen und noch viel weniger gerichtlich erzwingen.

 

 

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Rasch verliert Abmahnverfahren vor dem Landgericht Frankfurt – zu Recht!

2012-02-21---Rasch-verliert-Verfahren

Erneut ist es unserer Filesharingabteilung gelungen, ein gerichtliches Abmahnverfahren für unsere Mandanten zu gewinnen. Dieses Mal gegen die Universal Music GmbH, respektive die Kanzlei Rasch Rechtsanwälte aus Hamburg, wobei der Ausgang des Verfahrens lediglich das Ergebnis einer sauberen juristischen Arbeit darstellt.

Das Urteil des Landgerichts Frankfurt erfreut alle bis auf die Abmahnindustrie und zeigt auch, dass tausende Abmahnfälle hätten anders enden können, wenn sich Anwälte als auch die zuständigen Richter in jedem Einzelfall die Mühe gemacht hätten, sich mit den vorgebrachten Argumenten und „Beweismitteln“ in den Abmahnfällen auseinanderzusetzen. Dass dies kein Ding der Unmöglichkeit ist, hat die 3. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt nunmehr unter Beweis gestellt. Die Kammer hat sich tatsächlich die Mühe gemacht und die Providerauskunft auf Herz und Nieren geprüft und ist zu dem gar nicht so erstaunlichen Ergebnis gelangt, dass es hier möglicherweise zu Fehlern bei der Ermittlung der Daten gekommen sein könnte. Folgerichtig wurde daher das Urteil zuungunsten der geschundenen Musikindustrie ausgesprochen. Gnadenlos, die Frankfurter Richter…

Die Auskunftsbeschlüsse zur Auskunftserteilung werden nach wie vor in etlichen Fällen ungeprüft erteilt. Diese Schwachstelle der Beweisführung sollte spätestens nach dem Urteil des Frankfurter Landgerichts in Zukunft stärker kontrolliert werden. Fehler bei der Ermittlung, Erfassung oder Übertragung der entsprechenden Daten lassen eine Abmahnung ins Leere laufen.

Fazit:

Die Niederlage der Universal Music GmbH, vertreten durch die Kanzlei Rasch Rechtsanwälte zeigt, dass eine spezialisierte Detailprüfung der Abmahnfälle zum Erfolg gegen die Abmahnindustrie führen kann. Dies erfordert Zeit und Geduld, zahlt sich aber letzten Endes aus, wie der vorliegende Fall zeigt.

Das komplette Urteil findet sich unter: die-abmahnung.info

Eine Urteilszusammenfassung finden Sie hier: LG Frankfurt: Universal vertreten durch Rasch Rechtsanwälte verliert Filesharingprozess

Das Urteil vom 09.02.2012 ist noch nicht rechtskräftig.