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Letzte Woche haben wir noch ein Video zu dem Thema Abmahngefahr wegen des Teilens von Facebook-Postings und des Teilen von Links samt Vorschaubild erstellt und gestern berichtet der Rechtsanwalt  Solmecke über eine solche Abmahnung. Netzunrecht entwickelt allmählich hellseherische Kräfte.

Tobias Röttger
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Tobias Röttger

Rechtsanwalt Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Blogger, YouTuber, Rechtsanwalt und Gesellschafter von gulden röttger | rechtsanwälte. Meine Steckenpferde sind das Geistige Eigentum, Social Media, Persönlichkeitsrechte, Internet und Musik.
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Update 25.03.2015

Achtung +++ Achtung +++ Achtung – die nie vorhandene Abmahnwelle ist inzwischen laut Rechtsanwalt Solmecke zusammengebrochen. Fotograf verzichtet auf seine Ansprüche – Quelle: http://beta.nzz.ch/mehr/digital/social-media-facebook-share-1.18508917 – ganz unten im Artikel.

Was war geschehen?

Die Inhaberin einer Fahrschule hat auf der bild.de Website einen Bericht über Marco Reus und seinen nicht vorhanden Führerschein mittels des Facebook-Teilen Buttons auf ihrer gewerbliche Facebook-Seite geteilt. Auf der Facebook-Seite der Fahrschule war nun ein Link zum Bild.de Bericht nebst Antext und einem Foto zu sehen, das von dem abmahnenden Fotografen angefertigt wurde. Eine Nennung des Fotografen erfolgte nicht, was eine Abmahnung zur Folge hatte. Von 500 € bis über 1.000 € Schadensersatz und Anwaltskosten wird gesprochen.

Achtung Abmahntsunami!?

Wie immer in solchen Fällen, werden auch schon direkt die ersten Abmahnwellen prognostiziert. Bevor ihr jetzt alle in Panik geratet und eure gesamte Facebook Chronik killt – ruhig Blut!

 

Wenn überhaupt, wird es nur die wenigsten treffen.  tweet

 

Private stehen sehr wahrscheinlich nicht auf der schwarzen Liste

Bist du als Privatperson auf Facebook unterwegs, kannst du in Ruhe den Rest des Artikels lesen. Ja, theoretisch kann es auch dich treffen, theoretisch kannst du sogar dafür ins Gefängnis kommen – wenn wir schon mal bei der uferlosen Panikmache sind – die Praxis sagt bisher etwas anderes. Unternehmer und Gewerbetreibende – ja euch kann es tatsächlich treffen – ihr müsst auch weiterlesen, nur wesentlich aufmerksamer.

Immer schön die Lizenzkette zurückverfolgen! Alles klar?

Häh? – werden jetzt viele denken! Woher soll die arme Fahrschul-Dame denn wissen, dass der Fotograf dem Axel Springer Verlag nur die Rechte für die Veröffentlichung auf bild.de aber nicht für das Teilen auf Facebook oder sonstigen Social Media Plattformen eingeräumt hat? Richtig! – das kann sie und können wir gar nicht wissen. Streng genommen muss jeder Facebook User die komplette Lizenzkette zurückverfolgen, bevor er den Teilen-Button klickt. Alles klar? Ist doch lebensnah, oder?

 

Ihr habt recht, das ist total bekloppt und gerade im Bereich von Social Media nicht durchführbar. tweet

 

Einige ältere und streng konservative Kollegen, also die, die Social Media eh nur als sinnlosen Kinderschwachsinn abtun, werden da anderer Ansicht sein.

Unterschied zwischen Link einfügen und Verwendung von Share-Button

Wer einen Link bei Facebook einfügt hat immer noch die Möglichkeit, dabei das erscheinende Vorschaubild zu entfernen und damit das Abmahnrisiko auf Null zu setzen. Wer die auf Blogs und Homepages eingebauten Sharing-Buttons, wie bspw. auf Bild.de,  verwendet, kann in der Regel aus technischen Gründen das Vorschaubild nicht entfernen. Da heißt es dann, friss oder stirb bzw. mit Bild oder gar nicht.

Tipp:

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die eingebauten Sharing-Buttons nicht verwenden, sondern den Link kopieren, bei Facebook einfügen und das Vorschaubild entfernen.

Wenn alle Stricke reißen, Regress nehmen

Darf man denn nicht darauf vertrauen, dass gerade so große Seiten wie bild.de umfassend die Rechte für die Bilder eingeholt haben, insbesondere wenn sie auch noch eine eingebaute Teilen-Funktion anbieten? Da sage ich, ja ihr dürft darauf vertrauen und die Chancen stehen meines Erachtens im Falle einer Abmahnung sogar sehr gut, dass ihr den Betreiber der Homepage oder des Blogs sogar in Regress nehmen könnt, sofern dieser solvent ist, was bspw. Bei bild.de bzw. Axel Springer gegeben sein sollte.

Darum werden Private kaum davon betroffen sein

Private wird eine solche Abmahnung kaum treffen, schon aus rein praktischen Gründen nicht:

  • das Profil von Privaten ist in der Regel nicht öffentlich;
  • Private geben nur sehr selten Ihre Kontaktdaten an, was eine Suche nach den Adressdaten wesentlich erschwert bis kaum möglich macht;
  • die Schadensersatzforderungen und insbesondere Abmahngebühren gegenüber Privaten sind im Gegensatz zu Unternehmen wesentlich geringer, so dass eine Abmahnung gegenüber einem Privaten in der Regel für den Urheber nicht besonders lukrativ ist.

Unternehmen und Gewerbetreibende – Achtung bei der Verwendung zu kommerziellen Zwecken

Unternehmen und Gewerbetreibende müssen insbesondere dann vorsichtig sein, wenn sie einen solchen Link und das damit enthaltene Vorschaubild kommerziell nutzen, d.h. zu Werbezwecken. Dies wird im streitgegenständlichen Fall wahrscheinlich der Fall gewesen sein. Es handelt sich um eine Fahrschule und das Thema des bild.de Artikels war das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Auf dem Bild war auch noch ein prominenter Fußballer abgebildet, welche ja besonders gerne als Werbefiguren verwendet werden.

Redaktionelle Nutzung

Der Fotograf muss der bild.de die Rechte zur redaktionellen Nutzung des Bildes eingeräumt haben. Jeder, der einmal auf bild.de war, weiß, dass dort in jedem Bericht die Sharing-Buttons enthalten sind. Dies war sicherlich auch dem Fotografen bekannt. Bisher ist nicht bekannt, welche Rechte der Fotograf der bild.de genau eingeräumt hat. Ich gehe aufgrund der bekannten Sharing-Buttons ähnlich wie mein Kollege Schwenke davon aus, dass der Fotograf zumindest das Teilen des Bildes dann erlaubt hat, wenn es im Rahmen einer redaktionellen Nutzung stattgefunden hat, was im vorliegenden Fall gerade nicht der Fall war. Auf gut Deutsch:

 

Ein Sonderfall, der nicht die Masse der Facebook-User betrifft. Meine Meinung! tweet

 

Daher glaube ich auch nicht an die prophezeite Abmahnwelle. Hinzu kommt, dass seit der ersten bekannten Facebook Abmahnung aus dem Jahr 2012 regelmäßig Abmahnwellen angekündigt werden, welche sich immer wieder nur als einfache Wasserspritzer entpuppt haben. Die meisten bekannten Facebook Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen wurden gegenüber Unternehmensprofilen oder Gewerbetreibenden ausgesprochen. Ich gehe davon aus, dass das aus den oben genannten Gründen auch so bleiben wird.

Die Wahrscheinlichkeit, eine Abmahnung wegen des Teilens eines Vorschaubildes auf Facebook zu erhalten ist wesentlich geringer als ein Sechser im Lotto. Täglich werden mehrere Millionen Beiträge auf Facebook geteilt und bisher sind seit 2012 insgesamt nur eine Handvoll Abmahnungen ausgesprochen worden.

 

Es handelt sich weder um ein neues Gesetz noch um ein Urteil, sondern nur um eine einfache Abmahnung, deren genauer Inhalt nicht bekannt ist und deren Rechtmäßigkeit noch nicht einmal gerichtlich überprüft ist. tweet

 

Mal wieder nur ein Sturm im Wasserglas…

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Kommentar

27 Kommentare

  1. intressanter Artikel , aber mal als kleiner zusatz :ich bin Privater Hobbyfotograf (zb: Tuningtreffen,demos,Öffentliches leben, Orte und natur sind meine bevorzugten objekte) dennoch achte ich peinlich genau darauf das wenn meine fotos über das WWW verbreitet werden ,das die quelle bzw. der link zu meiner FB seite dazu erwähnt wird .ist dies mal nicht der fall so mache ich den teilenden darauf aufmerksam.Sollte betreffende person dann nicht angeben von wo die bilder stammen so versende ich eine vorgefertigte Abmahnung ! Grund :ich denke das ein foto ähnlich wie Kunstwerke behandelt werden sollte den wie die vergangenheit zeigt kann auch ein bedeutungsloser schnappschuss irgendwan einen wert darstellen,somit muss ich meine rechte an meinem werk schützen! ausserdem wird jeder fotograf oder hobbyfotograf vermutlich im hinterkopf haben das er irgendwan eventuel vieleicht mit seinen bildern mal einen kleinen teil zuverdienen kann/möchte ,auch das ist denkbar und muss abgesichert werden ,daher sollte jeder (auch jene die handybilder posten) immer daran denken seine werke zu schützen ,sei es mit wasserzeichen und exif datei ,oder halt durch augenscheinliche selbstüberwachung (was in der tat sehr aufwändig ist)! also alles in allem halte ich es schon für denkbar das es private personen treffen kann und das auch diese für wiederrechtliche nutzung und verstoss gegen Urheberrechte eine strafe zu erwarten haben …..wenn auch diese eher gering ist !denn auch eine privatperson kann sich einen finanziellen vorteil durch das teilen ohne quellen angabe verschaffen !

    • Kleinkariertes denken…Material in’s Netz zu stellen, im Wissen, daß es nie immer und überall eine 100% Quellenangabe dazu gibt um dann abzumahnen ist wie einen Blitzer 10m hinter der Tempotafel aufzustellen. Bewusst, hinterfotzig und mit rein finanziellen Absichten!

      Über das „künstlerische Argument“ kann ich nur lachen!

      Aber gut, so kann man sein Geld natürlich auch verdienen…

      • Das Ganze nennt sich Kunsturhebergesetz und beinhaltet Schutzrechte an geistigem Eigentum wie etwa an Bildern, dem eigenen Bild usw. und ja, Verwendung ohne Quellenangaben ist ein Verstoß der gegenüber jedermann abgemahnt werden kann und nochmals ja, darauf spezialisierte Anwaltskanzleien gibt es auch und es handelt sich mitnichten nur um schwarze Schafe im Anwaltsbereich.
        Anders gefragt, wer würde schon ein gerüttelt Maß an Arbeit investieren, wenn irgendwer das Ergebnis einfach wegnehmen könnte?

    • Grundsätzlich kann jeder lt. Facebook-AGB Beiträge inkl. Bilder teilen. Wenn es einen Fotografen nicht passt, hat er Facebook zu verlassen!
      Beim Teilen bleiben die Bilder/Artikel idR unverändert.
      Wer nicht möchte, dass seine Bilder „die Runde“ machen, soll sie zuhause auf seiner Speicherkarte lassen.

  2. Als Fotograf, finde ich auch das der Dom recht, hat. Ich finde schon, das jeder der etwas als erster auf Facbook & Co. postet, überprüfen müsste, ob er das recht dazu hat, und es auch weiter gepostet, oder geteilt werden darf. Damit die weiteren Nutzer der Socialmedien darauf vertrauen können, das was sich von andern online befindet, legal ist. Wenn nicht sollte jemand dafür Haftbar gemacht werden sollen, und können. Was für mich auch klar bedeutet, das wenn sich auf externen Seiten Teil, und Like Buttons befinden, ich auch klar das recht dazu haben sollte! Was meint Ihr?

    • Ruedi, das sehen wir auch so. Wer Inhalte ohne Lizenz bzw. Genehmigung runterlädt und wo andres wieder postet, der begeht eine klare Urheberrechtsverletzung. Dieser kann dann ggf. auch in Regress genommen werden. Man muss aber auch deutlich sagen, dass der vorliegende Fall eine Sonderkonstellation ist. Hier wurde nicht nur ein Beitrag mit einem Vorschaubild geteilt, sondern in diesem Fall stellt das Teilen sehr wahrscheinlich auch eine kommerzielle Nutzung dar, da mit dem Beitrag eventuell Werbung betrieben worden ist.

    • Ich fotografiere viel und auch mit Übung und mit guter Kamera. Und ich zeichne auch und schreibe Texte. Und ich habe gern und von Herzen schon sehr viele Fotos, Texte und PC-Grafiken gratis als open source mit der Welt geteilt und hoffe, dass sich diese Inhalte gut verbreiten. Man muss und sollte nicht aus jedem Hobby gleich einen schnöden Kommerz machen! Wenn also eine Hausfrau, ein Student, eine Bloggerin oder der Redakteur einer Schülerzeitung meine Inhalte verwendet, dann entsteht mir kein Schaden, sondern Ruhm und Ehre. Kommerzielle Nutzer meiner Inhalte sollten von sich aus genug Anstand haben, mir eine Bezahlung anzubieten. Sind sie dazu wirtschaftlich oder mental nicht in der Lage, dann ist mir das aber auch egal. Bei denen muss man dann nicht noch mit einer Abmahnung nachtreten.

      • Das hat nicht immer mit Kommerz zu tun, wenn man nicht möchte, dass Bilder von anderen einfach benutzt werden.
        Ich habe mal bei Wer kennt wen win Foto von mir entdeckt – als Profilbild eingesetzt von einer Frau, die zehn Jahre alter war als ich und die dann noch ganz dreist in einer Gruppe Mitglied war namens ‚Gegen Fakes – Ich bin echt‘.
        Wenn dir sowas nix ausmacht, bitte. Ich finde es absolut unverschämt und habe auch direkt mit Konsequenzen gedroht, falls sie es nicht heraus nähme.

      • Deine Großzügigkeit in Ehren, aber es spricht doch nichts dagegen, daran teilzuhaben, wenn Leute mit Hilfe deiner Werke Geld verdienen, oder? Das kann durchaus auch mal ne Werbeagentur sein, die deine Werke in einem Projekt verwendet, das ihrem Kunden mehrere zigtausende Euro kostet.

  3. Es müssten einfach Abmahnungen immer erst Kostenfrei erfolgen alq „Mach das weg oder…“, dann hätten wir das Problem nicht.

    • Dann kann jeder eine Urheberrechtsverletzung begehen, wenn er erwischt wird macht er es weg und das war’s.
      Bischen einfach gedacht.
      Man kann die Abmahnung ignorieren und den Abmahner prozessieren lassen, er hat das Prozesskostenrisiko.

  4. Verstehe nicht, wieso das hier jetzt kommerziell gewesen sein soll und wo der Unterschied zur redaktionellen Nutzung liegt. Würde mich über Aufklärung freuen! :]

    • Wenn die Fahrschule in den geteilten Post bspw. noch folgenden Text hinzugefügt hat: „Wer bei uns den Führerschein macht, hat nicht die Probleme von Marco Reus“, dann handelt es sich um eine kommerzielle Nutzung. Eine enge Rechtsansicht lässt es schon genügen, dass das Unternehmen in dem Bereich tätig ist, über den im geteilten Link berichtet wird, um eine kommerzielle Nutzung zu bejahen.

  5. Ich kann mich irren, aber normalerweise reicht ein Hinweis auf den Urheber eines Bildes doch gar nicht aus, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Nur wer die ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hat, darf dessen Bilder nutzen. Auch wenn der Abmahner im Vorliegenden Fall scheinbar nur die Nennung gefordert hat.

    Und @Daniel: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das hat auch nichts mit kleinkariertem Denken zu tun. Nicht alles, was im Internet steht, darf von anderen missbräuchlich verwendet werden. Auch wenn der Urheber sich darüber im Klaren sein muss, dass die Möglichkeit dazu besteht. Es gibt leider genug Leute, die sich im Netz alles fleißig zusammen „klauen“ und nicht mal erwähnen, woher die Sachen stammen. Pinterest ist auch ein schönes Beispiel dafür. Generell nennt Pinterest automatisch die Quelle. Es gibt aber auch Seiten wie pinthemall, die mehrere Fotos einer Quelle zusammenfügen und ein neues Einzelbild daraus machen. Und damit ist die Quelle des Pins auf einmal pinthemall (wo auch noch fleißig Werbung gezeigt wird). Die ursprüngliche Quelle findet man nur noch über Umwege.

    Klar, das Wesen des Internets ist es, Informationen bereit zu stellen und zu teilen. Einige investieren viel Zeit und Herzblut, um Content bereit zu stellen, andere konsumieren einfach nur und „vergessen“ bei der Weitergabe des Contents auch gern mal, die Quellen zu nennen. So bekommt der Urheber nicht einmal Feedback und Wertschätzung für seine Arbeit. Und auch das ist eine Währung, in der man gern bezahlt wird. Es geht nicht immer nur ums Geld. Aber kein Urheber sieht es gern, wenn seine Arbeit einfach von anderen rumgereicht wird und er selbst gar nichts davon hat. Dann gibt es außer Hunde- und Katzenvideos bald gar keinen Content mehr.

  6. Der EUGH hat doch schon darüber entschieden, Was kann einem vorgeworfen werden? Verbreitung von urheberrechtich geschütztem Material? Nicht wenn es auf einer öffnentlichen Seite ohne Zugangschutz ist. Das Verlinken und Einbetten von öffentlichen Inhalten ist kein verbreiten, da ja sowie jeder darauf Zugriff hat.

  7. Eigentlich ist es doch sowieso eine Abmahnung ohne Grund wenn man nur teilt denn in den AGB von FB steht doch das alles was auf Facebook gepostet wird in den Besitz von FB übergeht und für die Rechte der erste Poster zuständig ist, wer etwas teilt der teilt damit doch sowieso nur FB-Eigentum.

  8. Was mich an der ganzen Story ja wundert … BILD und viele andere Webseiten (sogar diese hier) nutzen das Open-Graph-Protocol (www.ogp.me). Hier kann der Webseitenbetreiber ganz genau definieren was im falle eines Sharings bei Facebook und Google+ (die beiden Unterstützen OGP) angezeigt wird.

    Facebook nutzt davon description, title und image. Und image muss NICHT das gleiche Bild sein wie das im Artikel gezeigte (richtige CMS, WordPress etc. bieten die Möglichkeit alle Felder auch individuell zu bestücken)

    Hat der Webseitenbetreiber also etwas dagegen (fehlende Rechte z.b.), kann dieser im og:image-Tag z.b. einfach das Webseitenlogo präsentieren. „Eine Nennung des Fotografen erfolgte nicht“ – das war in dem Fall hier das Problem. Um seine Teiler in Rechtssicherheit teilen zu lassen, könnte Bild somit einfach das Bild a) durch das Logo ersetzen oder b) das Bild um die Namensnennung erweitern. [oder c) alternatives Bild; d) die Namensnennung könnte auch in der Description erfolgen …]

    => Besser wäre es wenn die Verlage mal auf OGP zu gehen würden und über weitere Lizenzfelder zu sprechen – dann könnte man bei Mouse-Over z.b. auf bei Facebook dann die übermittelten Lizenzinfos einblenden. OGP wurde hier leider nicht zu ende gedacht (bei video und article-Tags ist man wesentlich weiter als beim image-Tag)

    OGP klappt übrigens sowohl beim Teilen als auch Link kopieren/einfügen. Es besteht auch die Möglichkeit mehrere Bilder zu übertragen – beim Link einfügen kann man dann wählen welches der Bilder man sehen möchte: Webseitenlogo, neutrales Themenlogo oder halt das eigentlich Artikelfoto mit entsprechenden vermerkt.

    Soviele Möglichkeiten für die Webseitenbetreiber … wird aber nicht genutzt, somit sollten Fotografen eigentlich immer schön auf die Verlage zu gehen … bis diese es endlich mal rallen ihre Möglichkeiten auch ordentlich zu nutzen …

Webmentions

  • Sharing & Urheberrecht – Abmahnung wegen Vorschaubildes bei Facebook (Risikoeinschätzung & Checkliste) | I LAW it 25. März 2015

    […] Es ist passiert – Abmahnung wegen Vorschaubild auf Facebook – keine Panik – Artikel LESEN! von RA Tobias Röttger […]

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