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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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adidasDer Weltkonzern mit den berühmten drei Streifen zurrt seine Händlerlizenzbestimmungen zusammen. Auf Grundlage der „E-Commerce Bedingungen für Adidas Group Erzeugnisse“ so der Name der Selbstrechtfertigung, wird Adidas seinen lizenzierten Händlern ab 2013 den Verkauf von Adidas Produkten über Ebay und Amazon untersagen. Ein Auszug der Verbote:

„gebrauchte oder beschädigte Waren anbieten“„Verkäufe durch private Endverbraucher zulassen“„mehrere Verkäufer für ein und dasselbe Produkt haben“ oder „keinen separaten Markenshop für jede zu adidas gehörende Marke“

Im Internet wird bereits heiss über das mögliche Ende des Sportartikelhersteller diskutiert. Unzulässig sei das Ganze. Unverschämt sowieso.

Gemach, liebe Leute. Dieser Vorgang ist völlig normal in der Welt der Markenartikler. Den Distributeuren und lizenzierten Händler werden vertragliche Auflagen gemacht, die in der Praxis nicht immer einfach einzuhalten sind. Der Verkauf der Markenprodukte über den Onlinehandel ist den Markenartiklern oftmals ein Dorn im Auge, da dies nicht selten in einem Preisdumping endet. Dies versucht man bereits am Flaschenhals zu verhindern. Wer nicht mitmachen will kann gehen.

Die E-Commerce Bedingungen für Adidas Group Erzeugnisse wird allerdings nicht dazu führen, dass ab 2013 gar keine Adidas-Produkte mehr auf Ebay und Amazon zu finden sein werden. Privatpersonen dürfen ihre Adidas Waren, die sie von lizenzierten Händlern erworben haben, auch weiterhin über Ebay und Amazon verkaufen. Das kann Adidas nicht verbieten.

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  • adidas AG - Seite 110 1. Juli 2012

    […] […]

  • Anonymous 1. Juli 2012

    […] […]

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