in Infodocc

In einem aktuellen Berufungsverfahren (Filesharing) vor dem LG Frankenthal überrascht mich heute ein Schriftsatz der Gegenseite.

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Allen Ernstes wird dort vorgetragen, dass

bestritten (wird), dass ein 13- bzw. 15-Jähriger (hierzu) in der Lage ist, eine Tauschbörsensoftware … zu installieren…und das Spiel vollständig herunterzuladen….“  

filesharing berufung

Ob die das mit allen Sinnen vorgetragen haben?

Es scheint so zu sein. Denn in der nächsten Zeile wird die Einholung eines Sachverständigengutachtens beantragt.

Mal abgesehen davon, dass die Einholung eines solchen nicht notwendig ist, wäre es doch schön zu sehen, zu welchem Ergebnis der Gutachter kommen würde.

Verlieren wird die Gegenseite meines Erachtens auch dieses Verfahren.

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Kommentar

  1. Oh, das Sachverständigengutachen würde ich gern lesen. Regen Sie doch (bitte) an dem Beweisantrag der Gegenseite nachzugehen.

  2. Haben die Anwälte Pillen geschluckt, bevor die das vorgetragen haben?
    Oder wollten die einfach nur die Kinderschutz-Klausel (aka Keine Haftung von Eltern für Filesharing für minderjährige Kinder) umgehen?!
    Nach dem Motto bei denen: der Anschlußinhaber war es und nicht das Kind!

    Es reicht heute einfach nicht mit irgendwelchen IP-Adressen und wohlwollenden Gutachten herumzuwedeln (sprich: die Beweislast ist einfach zu gering). Das ist doch ein Armutszeugnis für solche Abmahnanwälte.

Webmentions

  • Kurzmeldung: Jugendliche können kein Filesharing? 22. Dezember 2014

    […] Karsten Gulden zitiert auf seinem Blog den Schriftsatz der Gegenseite, wonach behauptet wird, ein Jugendlicher wäre nicht dazu in der […]

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