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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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User aus Deutschland, Österreich und Großbritannien sind seit einigen Tagen für das Filesharing-Portal Boerse.bz gesperrt. Offizielle Begründung der Administration:

„Leider haben es Rechtsverwerter geschafft, sich eine prima Lobby im deutschen Raum aufzubauen. Der Druck der Industrie in den deutschsprachigen Ländern wird einfach zu groß.“

In den einschlägigen Communities sind bereits zahlreiche Tipps im Umlauf, wie man die Ländersperre einfach umgehen kann, um weiterhin uneingeschränkt das Portal zu nutzen. Doch Vorsicht! Das Portal ist unserer Ansicht nach höchst illegal.

boerse.bz illegal

Vorsicht! Verstoß gegen das Urhebergesetz – das Portal ist höchst illegal

Seit der Schließung von kino.to boomt Boerse.bz. Von aktuellen Kinofilmen und Fernsehserien über Zeitungen, Zeitschriften, Computerspielen bis hin zu eigentlich kostenpflichtigen Programmen ist auf dem Portal alles zugänglich. Mitunter dauerte es nur wenige Tage, bis die aktuellen Bestseller und Blockbuster über Boerse.bz zum Download bereitstehen. Der Großteil der Downloads ist eine unrechtmäßig erstellte Kopie urheberrechtlich geschützter Inhalte, da die erforderlichen Rechte nicht vorliegen. Das ist eigentlich offensichtlich und sollte jedem Nutzer klar sein. Sowohl als Angebot wie als Download verstößt dies eindeutig gegen das Urhebergesetz.

Gefahr von kostenpflichtigen Abmahnungen – Finger weg von Boerse.bz!

Durch den „Druck der Lobby“ werden hoffentlich zahlreiche User davon abgehalten, weiterhin das höchst fragwürdige Portal zu nutzen. Wer Daten aus dem Filesharing-Portal Boerse.bz bezieht, riskiert eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen das Urhebergesetz – und das kann teuer werden. Wir raten daher eindeutig: Finger weg von Boerse.bz!

RAe Stoll, Gulden

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Kommentar

    • Nun ja, in Deutschland ist es verboten, wenn die Quelle bzw. der Download oder die Kopie als rechtswidrig eingestufft wird (meistens erkennt man dies an der Release-Group-Bezeichnung einer Scene-Group), in anderen Ländern ist es erlaubt, sagt schon die Geo-Ländersperre. Dank ACTA aus den U.S.A.! Piraterie verboten, Schnüffelei erlaubt! U.S.A. hat den Freifahrtsschein die Datenschutzrechte zu brechen, aber eigene Urheberrechte zu (be)wahren. Wenn man den Anwälten aus U.S.A. was von Datenschutzrechten und Datenschutzrechtsverletzungen erklärt/berichtet, schauen die einen ganz verwirrt und geisteskrank an. So ungefähr ist auch das Verhältnis zu Urheberrechtsverletzungen bei Filesharingaktivitäten und Downloads aus merkwürdigen Quellen.

      Deutschland hat zwar zur ACTA „nein“ gesagt, aber so richtig glaubt man nicht daran, weil wahrscheinlich irgendwo heimlich die Verträge unterschrieben worden sind und Stück für Stück an die Urheberrechtsgesetze des jeweiligen Landes angepasst werden.

      Zitat:
      „Am bekanntesten ist die Vermutung der Gegner, ACTA könne sich auf die Meinungsfreiheit im Internet auswirken und zu privatrechtlicher Zensur führen.Viele Internetnutzer sehen die Reformen als Eingriff in die Privatsphäre und ihre Grundrechte. Es wurde und wird befürchtet, dass das internationale Handelsabkommen einen Ausgangspunkt für die weltweite Durchsetzung von Internetsperren bedeuten oder zu einem Three-Strikes-Modell wie in Frankreich führen könnte.“
      http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement
      Zitat-Ende.

      Und das ist immer mehr Praxis in Deutschland, dass da einfach die Anwälte durch die Abmahnungen abmahnen können und den Gesetzgeber dazu zwingen möchten, sich an die amerikanischen Verhältnisse anzupassen und das zum größten Teil durch die amerikanischen Rechteverwerter/Rechteinhaber, die in Deutschland oder anderswo ansässig sind. Und im Vordergrund stehen eigentlich nicht die Urheberrechte, sondern das Ziel, daraus deutlichen Profit herauszuschlagen und die Uheberrechtsverstöße einzudämmen, indem man nicht nur die Seitenbetreiber angreift, sondern auch Privatleute angreift, um die beiden Seiten gegeneinander aufzubringen und auszuspielen, wo mit den Seitenbesucher-Rückgängen gerechnet wird. Aber man sieht auch an Boerse.bz, dass die Seitenbetreiber eventuell Angst schüren möchten, um dann VPNs und Premiumzugänge bei OCHs anzudrehen, wegen schnellen Geschwindigkeiten, anonymen Zugängen u.s.w. u.s.f., natürlich alles wieder gegen Cash. Würde mich nicht wundern, wenn dahinter die gleiche Lobby steckt, weil die ganzen Seitensysteme mit Zusatzverdiensten locken. Mehr Uploader = Provisionen = mehr Downloader mit Premiumbezahl-Accounts = Cash-flow & Tango:
      http://www.youtube.com/watch?v=WZnJRY3bRtc

      • „Das ergibt sich aus § 97 UrhG i.V.m. §§ 16, 53 UrhG“

        Das ergibt sich daraus nicht!!! Download ist nicht strafbar oder abmahnfähig!!!

        Gruß

        J. K.

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