in Ansichten eines Anwalts

Facebook will die Flut der Falschmeldungen eindämmen und mit dem Dienstleister Correctiv zusammenarbeiten. Correctiv äußert sich, wie die eigene Arbeit künftig aussehen könnte und lässt durchblicken, dass der Durchblick derzeit noch fehlt.

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Beim ersten Lesen des Interviews von Meedia mit Correctiv-Chef David Schraven war mein erster Gedanke, dass es hierauf viele negative Reaktionen geben wird. Schraven sagt, dass man aktuell im Prinzip gar nichts wisse. Nicht wisse, wie die Zusammenarbeit mit Facebook künftig konkret aussehen wird, noch ob irgendwann Gelder fließen werden. Gelder, für eine Arbeit, die von Menschen für Menschen verrichtet wird, die lauthals danach schreien. Für den gemeinen Deutschen sind solche Antworten unerträglich. Man kann keine Schablonen ansetzen. Keine Schubladen öffnen und schließen. Nein. Schraven sagt wie es ist: Man weiß es eben nicht. Es geht um die Zukunft, die keiner kennt. Und das ist die einzig wahre Antwort. Diese Denkweise ist herrlich. Erfrischend und nahezu demütig. Warten wir also ab, was geschehen mag. Dann kann die Arbeit von Correctiv bewertet und benotet werden. Vorher sollten Kritiker ihre Kritik an Correctiv und an deren Arbeit, die noch nicht aufgenommen wurde, einer achtsamen Selbstkontrolle unterwerfen.

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