in Infodocc

Tobias Röttger
folge mir

Tobias Röttger

Rechtsanwalt Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Blogger, YouTuber, Rechtsanwalt und Gesellschafter von gulden röttger | rechtsanwälte. Meine Steckenpferde sind das Geistige Eigentum, Social Media, Persönlichkeitsrechte, Internet und Musik.
Tobias Röttger
folge mir

tuerkeSamstags im Autohaus, da bleibt einem manchmal die Spucke weg. Ein neues Auto muss her, das Alte macht es nicht mehr und ist zu klein. Als ich vor einem gebrauchten VW Sharan – Pampers Bomber – stand, kam ein Gebrauchtwagen-Verkäufer, wie er im Buche steht, mit Schreckens geweiteten Augen auf mich zu.

„Interessieren Sie sich für den Wagen? Eins muss ich Ihnen vorneweg sagen, der Vorbesitzer war ein Türke!“

Als er sah, dass meine Kinnlade nicht mehr zuklappte, führte er aus: „Ich sag es inzwischen immer dazu, die PKWs sind meistens versifft und werden nicht besonders pfleglich behandelt.“ Dann senkte er die Stimme, schaute mich mit verschwörerischen Blick an und teilte mir mit: „Unter uns, ich würde so einen Wagen nicht kaufen.“

Alles klar, ich drehte mich um und wusste, dass wird nicht das Autohaus meines Vertrauens. Es mag ja sein, dass Autos von jüngeren Mitmenschen mehr getreten werden und daher im Vergleich zu einem pfleglich behandelten Rentner-Auto keine ähnliche Lebenserwartung haben, dass man dies anhand der Nationalität festmachen kann, ist mir aber neu und suspekt.

Zumal ein VW Sharan wahrscheinlich nicht die korrekte Karre ist, mit der man böse Jungs und hübsche Mädels beeindrucken kann.

 

Schreibe einen Kommentar

Kommentar

  1. Naja, er ist immerhin ehrlich. Und wahrscheinlich sagt der Verkäufer das auch nicht so, sondern weil er wahrscheinlich tatsächlich die beschriebene Erfahrung gemacht hat.
    Es würde mich allerdings wundern, warum das Auto dann nicht dementsprechend gereinigt wurde.

  2. @ Hans Olo Dann würde es genügen, zu sagen: „Der Vorbesitzer hat den Wagen nicht pfleglich behandelt.“ Außerdem hat der Vorbesitzer vermutlich in dem Autohaus ein Auto gekauft. So über Kunden zu reden, ist nicht gerade vertrauensbildend.

  3. @guehart

    Natürlich genügt dies nicht. Woher soll dann der Kunde die Gewissheit hernehmen, dass demnächst über ihn genau gelästert wird, wie über den Türken 😉

  4. dass den Deutschen das Auto ihr liebstes Kind ist, und sie es entsprechend wie ihren Schatz pflegen damit es glänzt und sie ordentlich Eindruck damit schinden, ist allerdins nicht nur ein Vorurteil. Ein dreckiges Auto ist nunmal keine gute Schwanzverlängerung.

Webmentions

  • Diskussion Religion im Aufwind? - Seite 143 12. Juni 2012

    […] […]

  • 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 4,00 aus 5)
    Loading...