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Ebay – Sommer der Millionenzinsen

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Die Netzgemeinde ist in Aufruhr, da bekannt wurde, dass Ebay die Zahlungsabwicklungen ändern wird. Künftig müssen Käufer das Geld für die Ware zunächst an Ebay überwiesen. Ebay leitet das Geld sodann nach dem Versand der Ware an die Verkäufer weiter. Für diese Tätigkeit verlangt Ebay dann jedoch höhere Gebühren als bisher.

Was steckt dahinter?

Ebay selbst erklärt, dass die Umstellung der Zahlungsmodalitäten einen höheren Käuferschutz ermöglichen werde. Dies erscheint nachvollziehbar. Anders als bisher bekommt der Privatverkäufer das Geld erst sieben Tage nach dem Versand der Ware, sofern diese einwandfrei ist. Ist die Ware mit Mängeln behaftet zahlt Ebay den Kaufpreis inklusive Versandkosten zurück. Fakt ist aber auch, dass Ebay einem strahlenden Sommer entgegen sehen könnte, da fremde Gelder in Millionenhöhe auf Ebay`s Konten für ordentliche Zinsgewinne sorgen werden. Auf der anderen Seite werden schon jetzt die Stimmen der kleinen Privatverkäufer laut, die bereits ankündigen, nie wieder die Ebay-Plattform nutzen zu wollen.
Für die etablierten Powerseller und bekannten, gewerblichen Verkäufer wird sich nichts Spürbares ändern. Sie bekommen ihr Geld bereits einen Tag nach dem Versand der Ware. Privatverkäufer könnten auf die etlichen Alternativplattformen ausweichen, die bisher keine echten Alternativen sind und möglicherweise durch das Zutun von Ebay an Größe und Bedeutung gewinnen werden.

Viel Lärm um Nichts!

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