Schnell, schneller dpa

Ein Gericht – zwei komplett gegensätzliche Urteile?

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 4,00 aus 5)
Loading...Loading...
334 Total Views

justiziax2Am Freitag stifteten zwei komplett unterschiedliche Darstellungen des Ausgangs des Gema-YouTube-Verfahrens für Verwirrung. Zunächst wurde verkündet, „YouTube darf Musiktitel im Netz lassen“ und von einem „wegweisenden Urteil für Millionen Internetnutzer“ war die Rede.

Das Gegenteil war der Fall. YouTube bzw. Google wurde dazu verdonnert 7 Musikvideos zu löschen. Eine Täterhaftung seitens YouTube wurde zwar verneint, jedoch eine Störerhaftung bejaht. Darüber hinaus wurde YouTube für die Zukunft aufgegeben Wortfilter einzusetzen.

Was war passiert?

Die Deutsche Presseagentur (dpa) hatte bereits zwei Berichte in der Schublade. Je nachdem wie das Urteil lautete, sollte der passende Bericht an die Kunden versendet werden. Versehentlich wurden an die Kunden, unter anderem Spiegel Online, beide Fassungen versendet.

Wenn man zwei unterschiedliche Versionen einer Pressemitteilung erhält, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die zu veröffentlichte Meldung ausgesucht wird?

Eine Rückfrage beim urteilenden Gericht gab es wohl nicht.


Über Tobias Röttger

Beruf: Rechtsanwalt für Urheber-, Medien- und Persönlichkeitsrecht | Leidenschaften: Musik, Design, Foto, Reisen und Natur

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird niemals veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.