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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Der Ursprung der Leidenschaft für die Berge ist mir nicht erklärlich. Sie ist vorhanden und lässt sich nicht domestizieren, jedenfalls nicht gänzlich. Sie treibt den Berghungrigen voran und gewährt einen entrückten Blick auf die Dinge des Lebens, denen wir uns im Alltag stellen. Vielleicht ist es die Sucht nach diesem entrückten Blick, die Bergsteiger unvorstellbare Qualen vergessen lässt und neue Energie für neue Freudensqualen liefert.

Das Bergsteigen gewährt neben körperlichen Grenzerfahrungen aber auch die Möglichkeit, in gänzlich fremde Kulturen einzutauchen und neue Erkenntnisse zu sammeln. Dies gilt insbesondere für die Spielart der Expeditionen. Fernab von der Heimat und absoluten Sicherheit der „modernen“, westlichen Welt beginnt der Bergsteiger bei Null.

Eine Expedition zum Pik Lenin, gelegen in Kirgisien, bietet sowohl für den Sportmasochisten als auch für den temporären Zivilisationsflüchtler ideale Möglichkeiten der Befriedigung seiner Bedürfnisse, so erhoffte und erhoffe ich es mir. Also genau das Richtige für mich!

Pik Lenin mit See, Copyright: Kari Kobler

Für die Teilnahme an der Expedition wurde bereits im letzten Jahr alles in die Wege geleitet, so dass dem Eintritt der heissen Trainingsphase nichts mehr im Wege steht außer vielleicht die körperliche Konstitution und die Vereinbarkeit mit der zivilen Profession.

Nachfolgend werde ich regelmäßig über das Abenteuer der Pik Lenin Expedition 2012 berichten und bedanke mich recht herzlich bei Kari Kobler, der mir diverse Bilder vom Pik Lenin zur Verfügung gestellt hat, die nun meine kleinen Texte etwas bunter erscheinen lassen werden. An dieser Stelle wünsche ich der diesjährigen Everest Expedition, die vom 06. April – 01. Juni 2012 / 57 Tage unter Karis Leitung stattfinden wird, alles Gute!

Geplant ist zudem eine kleine, private Spendenaktion, die den Bewohnern der Altai-Hochebene zufließen soll. In diesem Zusammenhang habe ich bereits im Februar Kontakt zur deutschen Botschaft in Kirgisien hergestellt und um entsprechende Hilfe gebeten. Kari Kobler hat mir zudem mitgeteilt, dass er Kontakt zu einem örtlichen Kinderheim hat, für das er regelmäßig Kleider sammelt. So bin ich zuversichtlich, dass ich als Bergtourist auch den Menschen etwas zurückgeben kann, in deren Lebensräume wir selbst als nachhaltige Bergsteiger immer wieder eindringen.

 

 

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  • Training für einen 7000er › Infodocc

    […] Die Reise ins Unbekannte nimmt ihren Lauf. Ende April ein weiterer Schritt Richtung Gipfel, der sich noch 7000 Meter über unseren Köpfen befindet (bei den norddeutschen Teilnehmern der Expedition dürften es sogar noch einige Zentimeter mehr sein als bei den Rheinhessen:-)): Trainingscamp im Pitztal mit der geplanten Besteigung der Wildspitze. […]

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