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Fuck you Charlie Hebdo!  Ein Satz, der falsch klingt. Ein Satz der verboten klingt. Ein Satz mit Wirkung. Ein Satz mit Wirkung vor allen Dingen für einen (ehemaligen) Daimler Mitarbeiter – Betriebsratsmitglied von Daimler – Daimler war für ihn und ist nicht mehr.

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Was hat der Mensch getan?

Der Mensch konnte es sich nicht verkneifen, auf seiner privaten Facebook Seite seine Meinung über das Verbrechen an Charlie Hebdo und seinen Mitstreitern zu äußern.

“Fuck you Charlie Hebdo“, so seine abschließende Äußerung – zuvor: „jeder Mensch zahlt für seine Taten! Die einen früher, die anderen später…“

Diese Worte wurden ihm nun zum Verhängnis. Er wurde gefeuert – nicht aufgrund seiner Äußerung, wie der Konzern beteuert, sondern wegen arbeitsvertraglicher Verfehlungen.

Sicherlich.

Zum Grübeln bringt mich die Aussage der Gewerkschaft, dass die Äußerung des (ehemaligen) Betriebsratsmitglieds nicht mehr von der Meinungsäußerungsfreiheit umfasst sei.

Diese Einschätzung ist falsch. Juristisch wie auch menschlich.

 

Es handelt sich um eine klassische Meinungsäußerung, veröffentlicht auf seiner privaten Facebook-Seite. tweet

 

Soviel zur juristischen Prüfung. Punkt.

Es spielt auch keine Rolle, ob die Äußerung gefällt. Nein. Ganz im Gegenteil.

 

Unsere Demokratie lechzt geradezu nach subjektiven Werturteilen Andersdenkender. tweet

 

Nur so, lassen sich letzten Endes auch Wahrheiten ergründen und Menschen überzeugen. Aus diesem Grunde ist die freie Äußerung der Meinung geschützt.

Charlie Hebdo hätte sicherlich keine Einwände gehabt, hätte er die Worte des Daimler-Mannes vernommen. Ganz im Gegenteil. Er hätte dies zum Anlass genommen, seinen Stift abermals zu spitzen.

Insofern erscheint das Verhalten der Gewerkschaft als auch des Daimler-Konzerns als doppelmoralisch und falsch – auch und vor allem vor dem Hintergrund, dass Daimler einen Großteil seiner Gefährte in Ländern produzieren lässt, die Menschen nicht nur mit Worten misshandeln.

Scheinheilige „Political Correctness.“

Fuck off.

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