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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Der Löschantrag von Google ist nun seit einigen Tagen online, nun in einer korrigierten Version. Die Forderung nach einer Personalausweiskopie wurde entfernt. Google reagiert damit auf die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Hiernach ist das Kopieren, Scannen und Speichern von Personalausweisen durch nicht-staatliche Einrichtungen verboten und stellt einen Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften dar.

google löschantrag datenschutz

Die Zulässigkeit des Scannens und Speicherns von Personalausweisen durch nicht zur Identitätsfeststellung berechtigter Behörden beurteilt sich gem. § 14 i.V.m. § 20 Abs. 2 PAuswG. § 20 Abs. 2 PAuswG regelt eindeutig:

„Außer zum elektronischen Identitätsnachweis darf der Ausweis durch öffentliche und nichtöffentliche Stellen weder zum automatisierten Abruf personenbezogener Daten noch zur automatisierten Speicherung personenbezogener Daten verwendet werden.“

Betroffenen kann dies ohnehin egal sein, da niemand verpflichtet ist, den Löschantrag von Google zu nutzen. Jeder kann sich auch direkt an Google wenden, bspw. postalisch oder aber über Löschanträge, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden, die nicht dem Google-Imperium angehören.







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Kommentar

  1. Naja, nichts Neues – Viele sind von Anfang an dagegen gewesen eine Ausweiskopie per Formular oder E-Mail zu versenden, weil man weiß ja nie auf welchem Server die dann landen werden. Und beim nächsten Mal taucht wahrscheinlich noch die Ausweiskopie in einem Betrugsfall im Stil einer Ferienwohnungsvermietung im Ausland auf.

  2. Auch die mit Nachdruck geforderte private „Handynummer“ von Google, zur Wiedereinsetzung der vergessenen Accountdaten, dürfte illegal sein.

  3. Wie verhält es sich denn mit der Forderung von Facebook zur Identifizierung einen farbigen (!) amtlichen Ausweis vorzulegen, gespeichert möglichst als jpeg, anderenfalls das ohne ersichtlichen Grund gesperrte Konto nicht zugänglich bleibt. Während derweil fleißig Nachrichten dort eingehen und Facebook einen sogar weiterhin per Mail informiert, sogar auffordert zurückzukehren. Geht bloß nicht wegen der Sperre. Ich habe eigentlich kein Problem damit mich zu verifizieren (ich nutze sogar meinen Klarnamen dort, allerdings nicht mein richtiges Geburtsdatum), aber meine biometrischen Daten möchte ich der Datenkrake nicht geben, zumal im Netz hinreichend Fälle bekannt sind, dass andere Verifizierungsmöglichkeiten akzeptiert werden. Nur bei mir nicht. Der Versuch gegen die Sperrung Einspruch mittels des entsprechenden Formulars zu erheben endete damit, dass dieses gar nicht erst versandt wurde, weil angeblich kein zu der angegebenen Mailadresse gehörendes Konto gesperrt sein. Dumm nur, dass es trotzdem so ist…

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