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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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googletvGoogle will ins Fernsehen. Warum? Geld! Hersteller schnell verbrauchbarer Produkte wie Klopapier und Waschmittel werben nicht auf Google. Das gefällt Google nicht. Auch gefällt es Google nicht, dass auf dem Fernsehmarkt Milliarden umgesetzt werden – allerdings ohne Google. Das will Google ändern und gibt sich nicht mit der Vormachtstellung im digitalen Suchmaschinenbereich zufrieden. Google will mehr – mehr Wachstum – noch mehr. Woher nehmen? Im Internet hat Google die Stellung eines Weltfürsten erreicht, der sich zu langweilen beginnt. Zurück in die Zukunft ist daher die Devise: Ab ins Fernsehen. Dort vermutet Google einen noch größeren Markt als im Internet. Die Zahlen sprechen dafür. 54 Milliarden Dollar Umsatz wurden im Fernsehwerbemarkt laut „Wall Street Journal“ allein im Jahr 2006 erwirtschaftet.

Wie kommt der Fürst an diese Fleischtöpfe? Im Prinzip ganz einfach: Google versucht das umzusetzen, was auch im Internet bestens gedeiht: zielgruppengenaue Werbung. Nun habe ich im Netz gelesen, dass diese Hürde für Google wohl nicht zu überwinden wäre. Das sehe ich anders. Ein Werkzeug reicht aus: Information. Und Informationen hat Google reichlich – von vielen Bürgern dieser Welt. Diese muss man nur zusammen führen. Steht der Datenschutz auf dem Programm? Nö, will keiner sehen.
Google muss wissen, wer bei welcher Sendung vor welchem Fernseher sitzt. Es gibt bereits erste Gespräche mit einem Sender, der 24 Millionen Kunden vorweisen kann. Hier soll eine Zusammenarbeit gefunden werden. In meinen Augen ist es nur eine Frage der Zeit bis sich Google auch im Fernsehsektor einen Namen machen wird. Die technischen Hindernisse, die derzeit noch bestehen, dürften sich in naher Zukunft in Luft auflösen. Ich gehe soweit zu behaupten, dass es in naher Zukunft möglicherweise soweit kommen wird, dass dem Volk früher oder später die Endgeräte zum medialen Empfang der Werbung vom Fürsten kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, um die Fleischtöpfe noch praller füllen zu können.

Wir werden es sehen.

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