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Tobias Röttger
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Tobias Röttger

Rechtsanwalt Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Blogger, YouTuber, Rechtsanwalt und Gesellschafter von gulden röttger | rechtsanwälte. Meine Steckenpferde sind das Geistige Eigentum, Social Media, Persönlichkeitsrechte, Internet und Musik.
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keine-zeitManchmal kann man einfach nur dasitzen und den Kopf schütteln, mit welchen Belanglosigkeiten Menschen, scheinbar insbesondere auch Anwälte, ihre kostbare Zeit verschwenden. Des Deutschen liebstes / meist gehasstes Blatt will uns am 23.06.2012 alle mit seiner Anwesenheit den Morgen versüßen.

Hier gegen wehrt sich der Kollege Schwartmann, er will keine Bild Zeitung, denn er lehnt diese und deren journalistisches Selbstverständnis ab. Kein Problem denkt man sich, schmeiß sie einfach weg.

Der Kollege Lampmann setzt sich in einem längeren Artikel mit der rechtlichen Seite der Bild-Aktion auseinander. Der Kollege Melchior versteht ebenfalls nicht den argumentativen Aufwand, der betrieben wird, um lediglich zum Ausdruck zu bringen, dass man die Bild Zeitung ablehnt.

Die Bild Zeitung kommt – who cares.

Die Bild Zeitung ist böse. Sie verletzt regelmäßig Persönlichkeitsrechte und ist reißerisch!!! Oh mein Gott, sie ist schlimmer als jede Seuche. Sie macht nichts anderes, als die niederen Instinkte der Menschen zu befriedigen. Auch wir ach so Intelektuellen Anwälte sind keine Heiligen.

Wenn auf der Autobahn ein Unfall geschieht, wird trotzdem geglotzt und einen heimlichen verschämten Blick in die Bild Zeitung haben die meisten wahrscheinlich auch geworfen. Da können wir ja froh sein, dass es Bild Online gibt, da müssen wir uns nicht die Blöße geben, in der Öffentlichkeit dieses böse Hetzblatt zu kaufen.

In einem sehr amüsanten Radio-Interview hat der Kollege Schwartmann „praktische“ Hinweise gegeben, wie man sich gegen die Bild Zeitung wehren kann. Meinen Sie das wirklich ernst, dass es zeitlich einen geringeren Aufwand darstellt, einen schriftlichen Widerspruch zu verfassen und diesen per Einschreiben an Bild zu versenden, als einen Hinweis auf den Briefkasten anzubringen, dass man die Zeitung nicht möchte?! Für die Kosten, die hierbei entstehen, kann man sich mehrere Rollen Klopapier kaufen. Klopapier ist praktisch und sinnvoll. Wenn das als reine PR-Aktion gedacht war, ziehe ich meinen Hut vor Ihnen, Aufmerksamkeit haben Sie erreicht.

Ansonsten, schade um die wertvolle Zeit.

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Kommentar

  1. an akuter Arbeitsüberlastung scheinen Sie ja nicht gerade zu leiden, wenn Sie sich in einem langen Eintrag darüber aufregen, dass andere sich über die Bildzeitung aufregen
    lol

  2. Auch wenn sie eigentlich Recht haben, muss man denn doch einwenden, dass die Bildzeitung erheblich nerviger ist, als die übliche Werbung.
    Zumal wenn man die eher seriösen Medien bevorzugt.

    Das juristische auseinandersetzen mit diesem Thema dürfte eigentlich eine gute juristische Übung sein. Insofern würde ich das nicht als verschenkte Zeit ansehen.

  3. Toll wenn das Schmierblatt umsonst kommt. Ich brauche dringend Zeitungspapier um eine Kiste mit zusammen geknülltem Zeitungspapier zu füllen. Meinem Welpen dürfte egal sein worin er seine Leckerlis sucht.

    • Da kann ich mich Ygg nur anschließen mit der kleinen Abwandlung, dass man das wertvolle Papier ja nicht unbedingt lesen muss, sondern anderweitig gewinnbringend verwerten kann, z.B. um die Hinterlassenschaften eines kleinen Katers aus dessen Abort zu entfernen. Das klappt hervorragend und ihm dürfte es egal sein, welche Zeitung dabei zum Einsatz kommt:-)

  4. Da nehme ich doch lieber den Einwurf der Gazette hin und werfe das Dingen weg, als dass ich „DENEN“ auch noch freiwillig mit meinem Widerspruch einen Adress-Datensatz liefere.

    Der beste Protest ist und bleibt Konsum-Zurückhaltung, respektive das Blatt nicht kaufen.

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