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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Mike Blumenthal berichtet auf seinem Blog von einem kuriosen Fall. Ein New Yorker Hotel lies sich von seinen Hotelgästen über entsprechende AGB zusichern, keine negativen Online-Bewertungen abzugeben. Für den gegenteiligen Fall ließ sich das Hotel eine „Strafzahlung“ von 500 Dollar von den Hotelgästen zusichern. 

Bewertung Hotel Yelp

Die Folge: Der Fall wurde publik und es hagelte schlechte Bewertungen auf Yelp – rund 800. Fein gemacht.

Rechtslage in Deutschland 

In Deutschland wäre die Verwendung einer solchen AGB einseitig nachteilig für den Hotelgast und unsinnig für den Verwender, da sie rechtswidrig und unwirksam wäre. Kein Hotelgast muss mit einer solchen AGB-Klausel rechnen. Doch damit nicht genug. Würde der Fall in Deutschland spielen liefe das jeweilige Hotel sogar Gefahr, von der Konkurrenz oder den Verbraucherzentralen abgemahnt zu werden. Keine gute Idee also.

Fazit

Die rechtliche Beurteilung von Bewertungen im Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Menschen das Internet nutzen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerten, wie z.B.auf Jameda zur Bewertung der Leistung von Ärzten. 

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Kommentar

  1. Wenn ich die Sache richtig interpretiert habe, handelt es sich bei der Ankündigung der 500 Dollar Strafe um typisch trockenen NYC-Humor.

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