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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Das Broadway Hotel aus England hat ein Problem mit schlechten Bewertungen im Internet. Aus diesem Grunde soll sich das Hotel laut BBC in den AGB ein kleines Schmankerl zugesichert haben: Die Zahlung einer Extra-Gebühr von bis zu 100 Pfund für negative Bewertungen, die im Internet hinterlassen werden. 

Bewertung Hotel

„For every bad review left on any website, the group organiser will be charged a maximum £100 per review.“

Gäste, die von dieser Klausel nichts wussten, gaben eine negative Bewertung ab und bekamen kurze Zeit später eine Extra-Rechnung von dem Hotel. Unfassbar, ja.

Wie wäre die Rechtslage in Deutschland?

Fachanwalt für Medienrecht Gulden, LL.M.:

„In Deutschland wäre eine Klausel, die Bewertungen im Internet durch Androhung einer Zusatzgebühr verhindern soll, unwirksam, da kein Hotelgast mit einer solchen überraschenden Zusatzgebühr rechnen muss. Das grenzt an Nötigung. Ich kann daher allen Unternehmen, die ähnliche Gedanken spinnen, nur davon abraten, solche AGB-Klauseln zu verwenden“ 

Solche Auswüchse sind in der Hotelbranche kein Einzelfall. Wir berichteten bereits über einen ähnlichen Fall in den USA, der zu einem regelrechten Shitstorm für das Hotel führte.

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