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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Der Vorwurf der Vergewaltigung gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann ist wahrscheinlich noch hinlänglich bekannt. Kachelmann war im Mai 2011 nach einem langen und von den Medien vielbeachteten und kontrovers kommentierten Prozess vom Landgericht Mannheim vollumfänglich freigesprochen worden.

Drei Millionen Euro Schmerzensgeld wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung – ist das in Deutschland überhaupt realistisch?

Kachelmann Millionenklage

Kachelmann – Millionenklage wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung

Seit diesem Freispruch bemüht sich Herr Kachelmann seinerseits um vollständige Rehabilitation. Kachelmann will nun gegen die Medien vorgehen und fordert von Springer, Burda und Co. insgesamt mehr als drei Millionen Euro Schmerzensgeld wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung.

Das klingt nach einer utopischen Summe amerikanischen Ausmaßes. Ist dies in Deutschland überhaupt realistisch?

Grundsätzlich ja, unter bestimmten Voraussetzungen.

Bisher nicht. ABER: Die Zeiten ändern sich.

Wir gehen davon aus, dass die Geldentschädigungsklagen àla Kachelmann von Medienopfern in Deutschland zunehmen werden. Zudem sind wir überzeugt davon, dass auch die Entschädigungssummen für die Opfer höher bemessen werden als bisher, um ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen den Medien und der Personen, die zum Gegenstand der Medien werden.

Kachelmanns Ruf ist dahin, seine bisherige Karriere beendet.

Juristisch ist es jedenfalls ohne weiteres möglich, die Höhe der Klageforderung Kachelmanns überzeugend zu begründen.

Die Medien werden sich künftig auf einen stärkeren Gegenwind einstellen müssen.

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Kommentar

  1. Ja, in Deutschland ist es realistisch, weil die Boulevard-Blätter sich das auch leisten können und Herr Kachelmann ist ein Promi… und Herr Kachelmann kriegt auch keinen Ehrensold wie der Ex-Bundespräsident Christian Wulff, daher logisch, dass Kachelmann darauf klagt. Ein Hoch auf ein bedingungsloses Spitzen-Einkommen. Champagner für Alle!

  2. richtig so ! die Medien haben Millionen auf Kachelmann’s Kosten verdient, durch monatelang erhöhte Verkaufszahlen – er selber hat dadurch Millionen verloren, also sollen sie die unrechtmäßig geschossene Kohle wieder rüberreichen, so einfach ist das B-)
    – Und auch dieses weibliche Element das ihn falschbeschuldigt hat sollte für den Rest ihres armseligen Lebens ihm Schadenersatz zahlen müssen und auf Mindest-Selbstbehalt gesetzt werden – damit jede (!) Ische die künftig derartiges plant genau weiß was sie erwartet wenn sie dabei erwischt wird, und sie WIRD erwischt werden, das vom deutschen Volk steuerfinanzierte Gerichtspersonal ist mittlerweile über-sensibilisiert, was es für „echte“ Opfer geradezu unmöglich macht, tatsächliche GewalttäterInnen vor Gericht zu ziehen .. auch in deren Interesse müsste also eine gnadenlose Sanktionierung solcher Falschbezichtigungen sein !

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