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Tobias Röttger
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Tobias Röttger

Rechtsanwalt Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Blogger, YouTuber, Rechtsanwalt und Gesellschafter von gulden röttger | rechtsanwälte. Meine Steckenpferde sind das Geistige Eigentum, Social Media, Persönlichkeitsrechte, Internet und Musik.
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Beim allmorgendlichen Durchsurfen einiger Newsportale ist mir eine AdSense Anzeige ins Auge gesprungen. Ich konnte es zunächst nicht glauben und ging auf die Suche bei Google AdWords und tatsächlich, da war sie – die Anzeige.

wesaveyourcopyrights-adwords

Abmahnung erhalten?wesaveyourcopyrights.com

Die auf Dauerfeuer geschalteten AdWords-Anzeigen bspw. der Kollegen WBS, Hechler oder Internetrecht NRW, in denen für die Verteidigung von Abgemahnten wegen Uhreberrechtsverletzung geworben wird, ist nichts Neues. Dass aber eine Kanzlei, die im Auftrag diverser Rechteinhaber Anschlussinhaber wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen über Tauschbörsen abmahnt, AdWords-Anzeigen schaltet, ist mir neu.

Die Anzeigen dienen sicherlich nicht der Mandantengenerierung.

Ich gehe mal davon aus, dass der Kollege Weber bzw. die WeSaveYourCopyrights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mittels dieser Anzeigen versucht, die hilfesuchenden Abgemahnten auf seine Website zu lotsen. Dort wird dem Abgemahnten klar gemacht, dass es besser wäre, die Unterlassungserklärung abzugeben und den geforderten Schadensersatz zu leisten.

Aufgrund des der Abmahnung zu Grunde liegenden, über Ihren Internetanschluss festgestellten Rechtsverstoßes besteht ein Schuldverhältnis zwischen dem Verletzten und dem Verletzer, welches sich durch die Abmahnung konkretisiert hat. Aufgrund dessen ist der Abgemahnte – jedenfalls um spätere negative Kostenfolgen zu vermeiden – verpflichtet, die geltend gemachten Ansprüche zu erfüllen oder jedenfalls erhebliche Einwendungen geltend zu machen bzw. sich substantiiert zu den Vorwürfen zu äußern. (Quelle: http://wesaveyourcopyrights.com/post-abmahnung/)

So kann man es auch versuchen, sich die nervigen Gegenanwälte vom Hals zu schaffen 😉

Hilfe, Fakten und Zahlen zum Thema Abmahnung WeSaveYourCopyrights finden Sie hier

 

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Kommentar

  1. Viele typische, „nervige Gegenanwälte“ schaffen sich doch ganz von alleine selbst ab, ohne das es dafür noch des Zutuns eines Abmahner bedürfte. Einfach dadurch das sie oft knapp 500 Euro dafür einziehen das sie nichts machen als einen Musterbrief abzuschicken und dann den Abgemahnten zur sofortigen Zahlung drängen, mit der gleichen Intensität wie der Abmahner. Deshalb kommt es einen Abgemahnten, der den Fehler machte sich einen Anwalt zu nehmen, fast immer teurer, als wenn er die 5 Minuten investiert hätte die modifizierte Unterlassungserklärung selbst zu versenden. Eine Tätigkeit die jeder ausführen kann, der in der Lage ist zu schreiben… Am Ende hat der Abgemahnte dann, WEIL er sich einen Anwalt genommen hat, einige hundert Euro mehr gezahlt, als ohne auf ihn zugekommen wären.
    Als logische Konsequenz lässt sich daraus nur erkennen, dass es in 99% aller Abmahnungen grundfalsch ist, sich freiwillig (!) einen zweiten Anwalt aufzuhalsen, den man auch noch bezahlen muss. Bevor es nicht zu einem Prozess kommt (wenn es denn jemals zu einem Prozess kommt) ist es schlicht im besten Interesse jedes Abgemahnten, zusätzliche Anwälte zu meiden wie die Pest.
    Die berüchtigte Abmahnindustrie besteht nämlich nicht nur aus den Abmahnern selbst…

    • Das ist die klassische Meinung aus den Foren. Es gibt in der Tat einige Kollegen, bei denen mit Beauftragung bereits das Ergebnis feststeht und die dann umgehend zur Zahlung und Abgabe UE drängen. Das ist aber nicht bei jeder Kanzlei der Fall. Wenn man sich mit dem jeweiligen Fall intensiv und aufmerksam auseinandersetzt, gibt es häufig Angriffspunkte.

      Man muss bei aller Anwaltsschimpfe auch mal feststellen, dass viele Abgemahnte ein Gerichtsverfahren wie der Teufel das Weihwasser scheuen, da sie sich keinem wirtschaftlichen Risiko aussetzen wollen. Wenn wir als Anwälte zu dem Schluss kommen, dass es sich durchaus lohnen könnte, dass Risiko eines Gerichtsverfahrens einzugehen, was nicht selten vorkommt und der Abgemahnte möchte aber nicht, kann man nicht den Anwalt beschimpfen, dass nur ein Vergleich herausgekommen ist.

      Ihre Sichtweise ist etwas einseitig.

  2. Wenn zwischen Verletzer und Verletztem eine Rechtsbeziehung besteht und der Vertreter des Verletzten eine Website betreibt, auf der gezielt einseitige Informationen gestreut werden, könnte man daraus doch durchaus eine Pflichtverletzung aus der o.g. Rechtsbeziehung begründen. Denn eine eindeutige einseitige Information bei einem (erheblichen) Informationsgefälle kann durchaus geeignet sein, eine Pflichtverletzung zu begründen.

    Fragt sich nur, welche Folgen man an diese Pflichtverletzung knüpfen kann.

    Oder habe ich jetzt was verdreht?

Webmentions

  • Off-Topic Beiträge aus dem Filesharing Bereich - Seite 73 - netzwelt.de Forum 26. Juni 2012

    […] Die auf Dauerfeuer geschalteten AdWords-Anzeigen bspw. der Kollegen WBS, Hechler oder Internetrecht NRW, in denen für die Verteidigung von Abgemahnten wegen Uhreberrechtsverletzung geworben wird, ist nichts Neues. Dass aber eine Kanzlei, die im Auftrag diverser Rechteinhaber Anschlussinhaber wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen über Tauschbörsen abmahnt, AdWords-Anzeigen schaltet, ist mir neu. Die Anzeigen dienen sicherlich nicht der Mandantengenerierung. weiter […]

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