in Ansichten eines Anwalts

Max Kruses Ruf wird aktuell im Internet geschlachtet. Offensichtlich soll sein Ruf systematisch zerstört werden. Was bisher niemand erwähnt: Der oder die Täter machen sich strafbar.

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Max Kruse ist ein Mensch. Er vergisst Dinge, feiert Geburtstage und manchmal zieht er seine Klamotten aus. Er unterscheidet sich von vielen anderen Mitmenschen durch seine Fähigkeit, besonders gut Fussball spielen zu können. Aufgrund dieser Fähigkeit steht er manchmal im Fokus der Öffentlichkeit. Das lässt Max Kruse aber nicht zum Freiwild werden. Der oder die Täter überschreiten bewusst rechtliche Grenzen, was von Unkenntnis oder Hass zeugt, für den Max Kruse nicht verantwortlich sein dürfte.

Der oder die Rufschädiger sollen Material an Zeitungsredaktionen verschickt haben.

Zudem sollen Dinge über die Sozialen Medien verbreitet worden sein, die seiner Privatsphäre zuzuordnen sind. Das geht niemanden etwas an. Hier wird Kruse in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und zwar auf strafbare Art und Weise – und zwar von allen, die sich an der Anprangerung beteiligen. Strafbar machen sich auch all diejenigen, die das intime Material weiter verbreiten und sei es nur durch einen Klick. Klick=strafbar. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft. So einfach ist das.

Zeichen setzen!

Kruse hat seinen Facebook und Instagram Account gesperrt. Das ist nicht mehr als richtig, aber nicht ausreichend. Er sollte ein Zeichen setzen und die Täter stellen (lassen), um Nachahmer abzuschrecken und die Täter vor sich selbst zu schützen.

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