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Mobbing mutiert in „Hart aber fair“ zu „weich aber witzig“

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Was war es doch für eine lustige Runde am Montag zur besten Sendezeit auf dem ersten öffentlich-rechtlichen Sender. „Hart aber fair“ heisst die Sendung, hart und schmerzlich war der Anblick derselben, sofern man denn geneigt war, das digitale Mobbing in der Schule als ernstes Problem zu betrachten. Die fadenlose Gestaltung der Sendung bestätigt die unrühmliche Entwicklung, dass das Mobbing mehr und mehr zum gefundenen Fressen für Medien wird. Dies ist legitim, übernehmen doch die Medien mittlerweile in der ein oder anderen Familie die komplette Sozialisierung des Nachwuchses. Umso mehr sollten sich jedoch genau diese Medien ihrer Verantwortung bewusst werden und sich mit der gebührenden Ernsthaftigkeit diesem elenden Thema widmen.

Insoweit hat der Kollege Höcker recht, wenn er sagt, dass man „denen rechts und links eine runterhauen“ müsse. Dies trifft in diesem Fall sowohl auf die Mobber wohl aber auch auf die Macher der Sendung zu.

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