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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Nacktbilder von Promis?

Wer welche sehen will muss nur danach googlen und schon finden sich die Suchergebnisse zu den jüngst gehackten Apple-Cloud-Bildern.

Links zu Suchergebnissen löschen

Nacktbilder von PromisEine US-amerikanische Kanzlei sieht Google nun in der Pflicht und droht mit einer 100 Millionen Dollar Klage wegen der Verletzung der Privatsphäre der abgebildeten Promi-Damen. Google hafte dafür, dass bisher nichts gegen den Verbreitung der Bilder im Netz unternommen worden sei. Gemeint ist wohl, dass es Google in den Augen der US-Kollegen bisher versäumt habe, alle entsprechenden Links aus den Ergebnislisten zu entfernen. Google selbst teilt mit, dass bereits Links zu Suchergebnissen gelöscht worden seien.

Vielerorts im Netz macht sich Unverständnis breit. Unverständnis, weil man nicht Apple, sondern Google drohe. In juristischer Hinsicht ist die Drohung jedoch nachzuvollziehen, da Google in der Tat in der Verantwortung stehen dürfte, spätestens mit Kenntnisnahme der unbestrittenen Rechtsverletzungen. 

Google sollte daher auf Antrag alle Links aus den Suchergebnissen löschen, die auf Seiten führen, die die persönlichkeitsrechtsverletzenden Nacktbilder zum Abruf bereit halten, um einer zulässigen und wohl auch begründeten Klage aus dem Weg zu gehen.

Klage gegen Apple möglich

Den Promi-Damen bleibt es daneben unbenommen, auch Apple zu verklagen. In Betracht käme die Verletzung vertraglicher (Neben-)Pflichten, wobei hier nachgewiesen werden müsste, dass die Cloud nicht aktuellen Sicherheitsstandards genügte, was schwierig werden dürfte.  

 

 

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