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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
"der gute Ruf za(e)hlt"
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Wir berichteten im September über die Klage des österreichischen Pensionärs gegen RTL. Der Pensionär sah sich aufgrund seiner unfreiwilligen Medienpräsenz und den dazugehörigen Kommentaren durch den Sender RTL in seinen Rechten verletzt. Klage SchmerzensgeldRTL zahlte ihm 9.000 Euro, der Rentner wollte mehr. Das Landgericht Korneuburg wies die Klage des Rentners nun ab. Begründung: Mit der zwischenzeitlichen Zahlung von 9.000 Euro von RTL an den Rentner seien die leichten psychischen Schmerzen, die der Rentner erlitten habe, abgegolten. Der Rentner und sein Anwalt forderten 25.000 Euro. Man sei „hier nicht in Amerika“, so der Richter. Der Anwalt des Österreichers kündigte an, dass man in Berufung gehen wolle.

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  • Besser spät als … – der Wochenrückblick für die 46. Kalenderwoche | SL RECHT – Medien und Recht bLAWg

    […] Rechts­an­walt Gul­den aus Mainz berich­tet über die erfolg­lose Klage eines Man­nes aus Nie­der­ös­ter­reich gegen den Fern­seh­sen­der RTL. Der Mann war unfrei­wil­lig Teil einer Deutschland-sucht-den-Superstar–Auf­zeich­nung gewor­den. RTL kom­men­tierte eine Szene auf den Male­di­ven, in der der Mann durchs Was­ser schwamm mit den Wor­ten: „Und jetzt, grau­sam, gefähr­lich, gefrä­ßig – das Mons­ter aus der Tiefe. Es ist unbe­re­chen­bar, jetzt geht es an Land“. Durch die Bezeich­nung als Mons­ter sah der Mann sich in sei­nem Per­sön­lich­keits­recht ver­letzt. RTL zahlte 9.000 Euro Schmer­zens­geld. Dem Nie­der­ös­ter­rei­cher war dies nicht genug. Seine Klage auf 25.000 Euro wie­sen die Rich­ter mit Hin­weis auf das den Scha­den kom­pen­sie­rende, gezahlte Schmer­zens­geld zurück. Der Anwalt des Man­nes kün­digte an, Beru­fung gegen das Urteil ein­le­gen zu wol­len. Ohne genaue Sach­ver­halts­kennt­nis, wage ich jedoch zu bezwei­feln, dass die Beru­fungs­in­stanz eine andere Auf­fas­sung ver­tre­ten wird. Anders als in den USA sind die Gerichte hier­zu­lande doch sehr zurück­hal­tend mit der Höhe etwai­ger Schmer­zens­geld­zah­lun­gen. Ein Urteil des OLG Hamm, 3 U 168/03 [TV Total], mit dem einer Geschä­dig­ten 70.000 Euro Schmer­zens­geld zuge­stan­den wur­den, wird man als eine der weni­gen Aus­nah­men anse­hen dür­fen. In die­sem Fall ging es anders als im jetzt ent­schie­de­nen Ver­fah­ren um eine sich über Wochen wie­der­ho­lende, regel­rechte Vor­füh­rung einer Min­der­jäh­ri­gen in der Fern­seh­sen­dung TV Total auf­grund ihres Nachnamens. […]

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