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Tobias Röttger
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Tobias Röttger

Rechtsanwalt Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Blogger, YouTuber, Rechtsanwalt und Gesellschafter von gulden röttger | rechtsanwälte. Meine Steckenpferde sind das Geistige Eigentum, Social Media, Persönlichkeitsrechte, Internet und Musik.
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Der Mandant bzw. der potenzielle Mandant, der nur mal kurz eine Frage hat – Fragen kostet doch nichts – kommt in vielen Anwalts-Blogs nicht besonders gut weg. Die Kollegen R24 und Stühler-Walter berichteten erst kürzlich wieder von solch alltäglichen Ereignissen.

undankbarer AnwaltEs sollte bei aller Mandanten-Schelte nicht unerwähnt bleiben, dass Anwälte scheinbar auch nicht viel besser sind. Ein Kollege, der ebenfalls bei Jurblogs.com bloggt, ließ über seine Sekretärin bei uns anfragen, warum bei Jurablogs unsere Bilder in der Vorschau gezogen werden und seine nicht, obwohl er das gleiche Blogsystem verwenden würde.

Ich hätte ja antworten können: „Mir doch egal!“

Stattdessen hat unser ITler sich den Quellcode des Kollegen angeschaut und konnte keinen Fehler entdecken und teilte dies dem Kollegen per Email mit.

Bis heute – 2 Monate später – haben wir hierfür weder ein kurzes Danke noch überhaupt eine Reaktion erhalten.

Kostet ja nix, warum soll ich Danke sagen.

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Kommentar

  1. Das ist sogar ziemlich typisch für Anwälte. Meine Firma stößt betriebsbedingt regelmäßig auf schwerwiegende Sicherheitslücken an im Netz zugänglichen Server- oder TK-Installationen, wie offen zugängliche Dokumentensammlungen, VoIP- oder CCTV-Systeme. Dabei sind kleine bis mittlere Kanzleien absoluter Spitzenreiter. Inzwischen schicke ich an die aber keine Benachrichtigungen mehr raus, weil die Rückmeldequote gleich Null ist. Wahrscheinlich wird einem sonst stillschweigend noch eine aggressive Werbemethode unterstellt.

    • Das direkte Anschreiben von Firmen und Anwälten ohne vorherigen Kontakt wird durchaus als Spam- bzw. Werbemail gewertet.

      In unserem Fall besteht aber der Unterschied, dass man uns zuvor nach Hilfe gefragt hat.

      Ich finde es ja lobenswert, dass Sie Leute auf Ihre Sicherheitslücken hinweisen, aber ganz ohne Hintergedanken werden Sie das sicherlich auch nicht tun ;-), außer Sie sind ein reiner Gutmensch, was selten vorkommt.

      Wenn wir Firmen darauf hinweisen, dass Ihr Impressum falsch ist, ohne dass zuvor kein Kontakt stattgefunden hat, setzen wir uns direkt der Gefahr einer Abmahnung aus.

      • <>
        Das ist eine gewisse Perversion im System, richtig.
        Andererseits, es könnte durch eine Info doch ein Mandat rauskommen (?)
        Ich handhabe es so: Wenn ich einen guten Artikel bei einem Kollegen/-in lese, der mir bei meiner Recherche geholfen hat, greife ich -bei nicht korrektem Impressum- zum Telefon u. weise darauf hin. Meist kommt dann nach einem überraschten „oh“ auch ein Danke…..

  2. Stimmt schon – Anwälte können sehr anstrengend sein und auch undankbar 😉

    Übrigens (von wegen der Undankbarkeit oder so): ich heiße nicht Stühler, sondern Stühler-Walter; ich hab nach der Eheschließung Jahre gebraucht, mich an den Doppelnamen zu gewöhnen, als lasst ihn mir auch 😉

  3. Kenne ich auch.

    Ich hatte auch mal eine Sicherheitslücke bei einer Anwaltskanzlei entdeckt. Eine köstliche SQL-Injection. Es kam niemals ein Dankeschön oder eine Rückantwort.

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