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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
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Nun soll auch die Doktorarbeit unserer Bildungsministerin Schavan nicht mit rechten Mitteln angefertigt worden sein. Dies behauptet zumindest ein bisher unbekannter Blogbetreiber auf seinem Blog „Schavanplag“. Insgesamt seien 56 Seiten der Doktorarbeit Schavans betroffen. Der Blogbetreiber ist der festen Überzeugung, dass die Bildungsministerin Schavan plagiiert habe, will aber seine Identität bisher nicht offen legen. Möglicherweise fürchtet er oder sie Gegenwehr der Bildungsministerin, die sich bereits zu Wort gemeldet hat und den Betreiber um die Preisgabe seiner Identität bittet, um über die Sache zu reden. Nun denn.

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Kommentar

    • Hallo Herr Hoff,

      das Netz funktioniert in der Tat auch auf diese Weise. Sofern der Autor mit seinen Mutmaßungen richtig liegt müsste er auch keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Fatal wäre das Ganze nur, wenn der Blogbetreiber falsch liegen würde, da es auch in diesem Fall zum Sturz der Ministerin kommen könnte.

        • Ja, Herr Kampe, da bin ich völlig bei Ihnen! Zur Klärung der Frage, ob denn nun ein Plagiat vorliegt oder nicht bedarf es nicht der Identität des „Aufspürers“. Sollte sich allerdings herausstellen, dass der Verfasser mit seinen Mutmaßungen daneben lag, wird die Ministerin allerdings ein weitaus größeres Interesse daran haben, dies herauszufinden, um evtl. rechtliche Schritte gegen die Person einzuleiten.

  1. Immer das gleiche:

    Ich frage mich schon lange, was am Akademischen Doktorgrad so toll ist, ausser, daß es immer noch Leute gibt, die davor Respekt haben.
    Wenn ich so an manchen meiner Studienkollegen denke, die promoviert haben….

    Aber in DE sind Titel ja nicht wichtig. Aber wehe es benutzt einer einen falsch!

    Da lobe ich mir doch die Österreicher, da ist jeder Herr Doktor und trotzdem „a Trottel“ 😉

  2. Im Ruhrgebiet gibt es auch eine rusktikal-entwaffnende Relativierung des „Herrn Doktors“ – na und – der muss auch kacken!

    Bei allem Gescherze: in (geistes- oder natur-) wissenschaftlichen Arbeiten steckt im Zweifel mehr, als wörterzählende Grottenolme mit ihren Barcodes erfassen können.

    Die selbsternannten Plagiatsjäger, ich vermute überwiegend gescheiterte Akademiker, verkennen in ihrem fiebrigen Wahn, dass die zumeist asymmetrisch geführte Hatz zu erheblichem Schaden für die Betroffenen führen kann – insbesondere wenn die Vorwürfe widerlegt werden.

  3. Nachdem die wohl überwiegend nicht gescheiterten Akademiker der zuständigen Universität sich der Beurteilung der selbsternannten Plagiatsjäger angeschlossen haben, kann man diese flapsigen Bemerkungen wohl ruhigen Gewissens unkommentiert lassen.

    Was bleibt also?

    Die „asymmetrisch geführte Hatz“?

    Wo diese wohl beginnt? Bei den in den Promotionsordnungen vorgesehenen Verteidigungen der Promotion?

    Der „fiebrige Wahn“? Auch das rückblickend keine günstige Wortwahl, denn wer denkt bei Wahnvorwürfen heute nicht automatisch das „… soweit es nicht z.B. ein fehlerhaftes psychiatrisches Gutachten war und in Wirklichkeit der Wahnvorworf selbst der Wahn ist“ mit?

    Der erhebliche Schaden für die Betroffenen, insbesondere wenn die Vorwürfe widerlegt werden? Es wäre noch ein solcher Fall zu finden i.G. etwa zu den was etwa durch die (demokratisch unverzichtbare und demnächst leistungsschutzrechtlich geschütze) Presse bekanntermaßen angerichtet wird.

    Dear comment, I’m afraid but you didn’t age well.

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