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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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app christenDie Pressemeldung der Nachrichtenagentur Pressetext erstaunt. Die christliche Gemeinschaft „Setting Captives Free“ will Homosexuelle nach eignen Angaben mittels einer Smartphone-App von der Homosexualität „heilen“. Die Christen sind der festen Überzeugung, dass niemand ein homosexuelles Gen habe noch so geboren wurde. Diese Absurdität erinnert an die Zeit, in der der „Schwulen-Paragraf“ noch ganz aktuell war. Die Einführung dieser App erfüllt sicherlich nicht den Tatbestand der Volksverhetzung, dürfte jedoch zum Abbau der Diskriminierung von Homosexuellen auf allen Ebenen nicht förderlich sein.

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Kommentar

  1. Es ist vielleicht doch etwas komplizierter, Herr Gulden. So wie heute jeder Homosexuelle für sich in Anspruch nehmen darf, nicht krank zu sein, da kein Leidensdruck besteht, so muss auch die gegenteilige Auffassung akzeptiert werden – nämlich wenn Betroffene sich durch ihre sexuelle Präferenz um das „normale“ Lebens- und Liebesglück gebracht sehen (z.B. weil die Abweichung mit Schuldgefühlen einhergeht oder es keinen natürlichen Weg der Fortpflanzung gibt). Wenn diese Menschen auf eigene Kosten Hilfe in religiösen Konzepten suchen, finde ich das unschädlicher, als wenn heutzutage mittlerweile Akupunktur-Voodoo von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird.

    Ihnen noch eine erfolgreiche Woche 🙂

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