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Warum hässlich, wenn es auch schön geht – Design, ein Fremdwort für Anwälte?

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designGutes Design gewinnt noch lange keinen Mandanten, so die Aussage vieler Kollegen. Warum die Mühe machen, wenn es auch hässlich geht. Der Kollege Jede ließ vor ein paar Wochen die User über den schönsten Blog abstimmen – „Welcher JuraBlog (Top Ten) hat das beste Layout?“

478 User haben laut der Statistik daran teilgenommen. Die Reaktion auf die vorgestellten Seiten war nicht von besonders großer Euphorie getragen. Der Kollege Dosch spricht das aus, was die meisten Anwälte über das Äußere einer Anwalts-Homepage denken – …letztlich kommt es ja auf den Inhalt an, oder?“.

Der Inhalt ist sicherlich die tragende Säule eines Blogs bzw. einer Anwaltshomepage. In Schönheit sterben, bringt auch nichts.

Warum nicht beides? Die Homepage bzw. der Blog ist doch quasi das virtuelle Büro bzw. Aushängeschild des Anwalts. In der Regel wird doch auch auf die Büroeinrichtung und insbesondere auf den Besprechungs- bzw. Konferenzraum Wert gelegt. Warum auch nicht bei dem virtuellen Aushängeschild, welches im Zweifel wesentlich mehr Mandanten bzw. potenzielle Mandanten zu Gesicht bekommen?

Anwälte hinken den Gegebenheiten gerne ein wenig hinterher. Vor 5 bis 10 Jahren war ein Großteil der Anwaltschaft davon überzeugt, dass eine Homepage lediglich unnützer Firlefanz ist. Man sollte nicht vergessen, dass Auge isst auch mit. Die jüngere Generation der Mandanten, besonders Leute aus der Kreativ- und IT-Branche legen Wert auf einen zeitgemäßen Auftritt. Ich bin davon überzeugt, dass in dem schnelllebigen und von Informationen überfluteten Internetzeitalter es auf Dauer notwendig ist, gerade wenn man noch recht frisch auf dem Markt ist, neben den guten Inhalten auch Eye-Catcher zu setzen. Ansonsten wird der noch so gute Inhalt untergehen.

Selbstverständlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Die Blogs der Kollegen Vetter und Stadler haben trotz einfacher Gestaltung auch außerhalb des Jurablogs-Kosmos eine hohe Anzahl an Lesern. Beide sind aber auch schon einige Jahre dabei.

Ein bisschen mehr Kreativität schadet auch uns Anwälten nicht.