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Kanzlei Waldorf Frommer Abmahnung? Was tun? Entscheiden Sie selbst und kreuzen Sie an:

Waldorf Frommer

Mir wird oftmals vorgeworfen, ich würde Kollegenschelte betreiben. Das kann man auch differenzierter betrachten. Nun ja. Das hält mich jedenfalls nicht davon ab, auf unsägliche Missstände hinzuweisen, die so manch einer der Kollegen als anwaltliche Vertretung zu verkaufen versucht. Aktuell ein Beispiel aus Berlin. Ein erboster Mandant einer Berliner Sozietät wendet sich an uns mit der Bitte um Hilfe, da er sich von der mandatierten Kanzlei „verarscht“ fühlt. Hintergrund: Die Sozietät bietet Abgemahnten Hilfe an. Gegen Entgelt. Soweit so legitim. Der Abgemahnte bekommt nach Beauftragung ein standardisiertes Informationsblatt und soll nun ankreuzen, was er in seinem Fall tun möchte: „keine Zahlung“ bzw. „ich wünsche nur eine modifizierte Unterlassungserklärung“. Nahezu drei Jahre passiert nichts. Nun das: Waldorf Frommer will Geld. Was folgt? Das nächst Infoblatt der Berliner Kanzlei mit allgemeinen Ausführungen zum Thema der Filesharing-Abmahnungen. Der Abgemahnte soll nach sorgfältiger Lektüre wiederum selbst entscheiden was zu tun ist und ankreuzen: Nichts zahlen oder Vergleich. Dazwischen gibt es nichts.Waldorf Frommer

Standardisierte Schreiben gehören zu einem Massenverfahren – dagegen ist nichts einzuwenden. Allerdings darf es nicht soweit gehen, dass jegliche Bezugnahme zum Einzelfall nach der Beauftragung außer Acht gelassen wird. Zudem sollten standardisierte Schreiben umfassend sein…

Dieses Beispiel ist eine schöne Erklärung für die Preisunterschiede am Markt. Das Versenden von Informationsblättern kann für wenig Geld angeboten werden und dennoch lukrativ sein – die anwaltliche Beratung hält sich ja in Grenzen. Meines Erachtens ist ein solches Vorgehen der falsche Weg. Die hilfesuchenden Mandanten wollen eine anwaltliche Gegenleistung für ihr Geld. Man sollte ihnen daher auch mitteilen, dass sie für ein geringes Entgelt auch nur eine geringe Gegenleistung erwarten dürfen.

Wir haben dem Abgemahnten mitgeteilt, er solle sich nochmals mit der Kanzlei in Verbindung setzen und sich für sein Geld beraten lassen. Mal sehen, was er berichten wird.

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Sasse & Partner ziehen laufende Abmahnungen zurück und wollen Abgemahnten Geld zurückerstatten

bewertungstacho_15_von_15

Am heutigen Morgen erreichte uns erfreuliche Post von der Kanzlei Sasse und Partner Rechtsanwälte aus Hamburg. In verschiedenen Filesharing-Verfahren wurde angekündigt, dass Zweifel aufgekommen seien, ob der der Mandantschaft zur Last gelegte Urheberrechtsverstoß noch mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden kann. Die eigene Mandantin sei daher zu der Auffassung gelangt, den Anspruch nicht weiter zu verfolgen. Die Angelegenheit sei daher für unsere jeweiligen Mandanten erledigt.

sasse und partner geld zurück

Doch damit nicht genug: Sasse und Partner kündigen zudem an, dass bereits gezahlte Beträge von der Mandantin zurückerstattet werden!!!

 

 

Das ist neu. Auch für uns. Nun stellt sich die Frage nach dem Warum?

Möchte sich die Kanzlei Sasse und Partner Rechtsanwälte aus dem Abmahngeschäft zurückziehen? Gab es eine bahnbrechende Niederlage vor Gericht, weil die Beweisführung von Sasse und Partner in ihren Grundfesten erschüttert wurde? Wir wissen es bisher nicht, vergeben aber für die Entscheidung 15 von 15 Punkten auf der Bewertungsskala. Unseren Mandanten dürfte die Frage nach dem Warum jedenfalls egal sein. Sie freuen sich.

Update zu den erledigten Sasse und Partner Abmahnungen

Sie haben eine Abmahnung von Sasse & Partner erhalten?

Hilfe Abmahnung Sasse & Partner

Wir helfen Ihnen.

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„Kann Ihre Rechnung nicht bezahlen – gesendet von meinem iPhone“

apple_birne

Im Zeitalter der Smartphones dürfte mittlerweile auch jede Kanzlei angekommen sein, die über einen Internetzugang mit dazugehörigem Email-Account verfügt. Da kann es mitunter vorkommen, dass man sinngemäß von Mandanten obige Nachricht erhält: „Kann Ihre Rechnung nicht bezahlen – gesendet von meinem iPhone!“ Da dies kein Einzelfall ist muss ich unweigerlich an die aufschlussreiche , britische Studie denken, die vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlicht wurde.apple_birne In dieser Studie wurde bereits festgestellt, dass iPhone-Besitzer wohl weniger auf der Patte haben als bspw. Blackberry-Besitzer. Was lehrt uns das? IPhone-Besitzer gänzlich von der Rechtsberatung auszuschließen?
Soweit muss es sicherlich nicht kommen. Eine ganz besondere Note wird dieser scheinbar unbedeutenden Nachricht jedoch dann verliehen, wenn es genau diesen Mandaten im Rahmen der Mandatsanbahnung nicht schnell genug gehen kann. „Umgehend, schnell und unverzüglich“ muss es gehen. „Geld spielt keine Rolle“, hört man oft im Vorfeld. Oh ja, wie wahr sich dies im Nachhinein oftmals bestätigt!
Passend hierzu auch der Artikel des Kollegen Röttger zum IKEA-Prinzip im Anwaltsmarkt.