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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei gulden röttger | rechtsanwälte
Outlaw: draußen unterwegs, drinnen Anwalt
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Täglich bekommen wir seit einigen Wochen Anfragen von Anwälten und Abgemahnten, ob denn die Kanzlei Waldorf Frommer ihren Androhungen der Klageerhebung tatsächlich Taten folgen lassen und nach welchen System die Kanzlei Waldorf Frommer denn vorgehen würde. Das müsst ihr doch wissen, denke ich mir, zumindest die, die seinerzeit mit obigen Spruch um die Gunst der Mandanten warben. Geraten diese Kollegen jetzt ins Schwitzen?klage waldorf frommer rechtsanwälte Keine Bange! Die Kanzlei Waldorf Frommer tut das, was sie tun muss: Die Verjährung verhindern. Fälle aus dem Jahr 2009 stehen dieses Jahr vor der Verjährung. Also muss etwas getan werden. Man will ja nicht mit anderen Kanzleien verglichen werden, die ihre Forderungen allesamt in die Verjährung laufen ließen oder die Forderungen an ein Inkassounternehmen  verkauften. Ein völlig normaler Vorgang also. All diejenigen, die ihre Mandanten aufgeklärt haben, dürften den Klagen gelassen entegegensehen, wie es immer so schön heisst. Die anderen müssen ab sofort an zwei Fronten kämpfen.

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Kommentar

  1. Guten Tag Herr Gulden,

    ich hätte mir gewünscht, dass Ihr recht kurzer Artikel zu diesem brandaktuellen Thema etwas mehr Klarheit schafft, anstatt Fragen aufzuwerfen und die Interpretationsgabe des Lesers zu beanspruchen.

    ZItat:
    „Man will ja nicht mit anderen Kanzleien verglichen werden, die ihre Forderungen allesamt in die Verjährung laufen ließen oder die Forderungen an ein Inkassounternehmen verkauften. Ein völlig normaler Vorgang also.“

    Es geht doch wohl weniger um den Vergleich mit anderen Kanzleien, sondern um die enormen Summen, die noch offen stehen. Der Vorgang ist für mich daher insofern als normal anzusehen, dass die aktuell aufgebaute Drohkulisse zunächst einmal Nichtzahler zur Zahlung bewegen soll – und zwar ohne Kosten für Mahnbescheide oder Klageverfahren. Das scheint auch immer zu klappen. Ein gewisser Protenzansatz ohne anwaltliche Vertretung kommt zu dem Schluss, dass die schnelle Bezahlung die günstigste Lösung darstellt, wozu auch solche vermutlich gezielt gesetzten unglaubwürdigen Horrormeldungen („1750,-€ Kosten trotz Klagerücknahme, keine Chance in AG München u.ä.) beitragen. Na, und was sollen die marktschreierischen Billiganwälte nun denn schon anderes machen (außer Schwitzen) als Ihrer Mandantschaft nun zur Zahlung zur raten? Wenn selbst schon einem erfahreneren Anwalt wie dem Doktor aus HH die Ideen für München ausgehen? Zum normalen RVG-Billiglohn dürfte m.M.n. kein Anwalt der Welt bereit bzw. in der Lage sein, den WF-Frommer-Schriftsätzen ernsthaft Paroli zu bieten. Ich finde es schon erstaunlich, dass es einem für meine Begriffe mittelprächtigen, aber äußerst gewieften Juristen wie RA Frommer gelingt, mit seinen Berufsanfängerduos die Masse der gegnerischen Anwälte in die Tasche zu stecken. Ich meine damit vor allem die Vergleicherquote in München, die extrem hoch sein soll (um die 99% laut den Horrormeldungsdiensten).

    Zitat:
    “ All diejenigen, die ihre Mandanten aufgeklärt haben, dürften den Klagen gelassen entegegensehen, wie es immer so schön heisst.“

    Weshalb? Ich hoffe, Sie können diese Frage beantworten ohne Betriebsgeheimnisse zu verraten. Ich fände es als Abgemahnter nämlich durchaus wünschenswert, dass auch die nun schwitzenden Anwälte etwas dazulernen, um ähnlich gelassen zu werden.

    MfG

    Constantin

    • Zu Ihren Fragen und Anregungen:

      1.) „Das scheint auch immer zu klappen“

      Dem kann ich nicht zustimmen. Die Drohbriefe, die von Waldorf derzeit durch die Republik versendet werden, fruchten vor allen Dingen bei anwaltlich nicht vertretenen Abgemahnten. Diese können keine Rücksprache mit ihrem Anwalt halten und werden auf diese Weise verunsichert und lassen sich ungeprüft zu Zahlungen bewegen.

      2.) Was sollen die marktschreierischen Billiganwälte nun denn schon anderes machen (außer Schwitzen) als Ihrer Mandantschaft nun zur Zahlung zur raten?

      In der Tat stecken die Billiganwälte nun in der Zwickmühle. Sie müssen zweierlei beachten: Es darf keinesfalls zu einer Klage kommen, da sich die „Vertretung“ ansonsten zu einem Minusgeschäft entwickelt (150 Euro für den Versand eines Standardschreibens sind einfach verdientes Geld, 150 Euro für eine ordentliche, außergerichtliche Prüfung mit persönlichen Gesprächen und einer umfassenden Sachverhaltsaufklärung sind hingegen viel zu wenig). Zudem muss der Billiganwalt darauf hoffen, dass er oder sie nicht vom Abgemahnten in Regress genommen wird. Nicht selten verhält es sich nämlich derart, dass die Abgemahnten sich für die Inanspruchnahme der Dienste eines bestimmten Anwalts entschieden haben, da dieser ihnen vor der Auftragserteilung suggerierte, dass seine Mandanten nichts an die Abmahner zahlen müssten, wohlwissend, dass dies nicht der aktuellen Rechtslage entsprechen muss. Daher erwarte ich die ein oder andere Regressklage von Abgemahnten gegen ihre Anwälte wegen Falschberatung.

      3. Zum normalen RVG-Billiglohn dürfte m.M.n. kein Anwalt der Welt bereit bzw. in der Lage sein, den WF-Frommer-Schriftsätzen ernsthaft Paroli zu bieten.

      Das Gegenteil ist der Fall. Wir haben derzeit einige Verfahren auf Grundlage des RVG laufen. Dies ist in Einzelfällen möglich. Sollte der Umfang der Klagen zunehmen könnte dieses Modell auch ausgedehnt werden. So ließen sich bspw. mehrere Verfahren an einem Tag abhandeln. Ohnehin erscheint eine mündliche Verhandlung in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Argumente können schriftlich ausgetauscht werden. Dann wäre diese unnötige Hürde, die letztlich auch die Rechtsverfolgung für die Abgemahnten erschwert, beseitigt.

      4.) zu den Berufsanfängern

      Die Junganwälte, die für Waldorf auftreten, haben einen Vorteil für Waldorf: Sie kosten wenig. Diese sorgen auch nicht dafür, dass andere Anwälte in die Knie gezwungen werden. Das übernehmen derzeit die Gerichte. Die Hauptaufgabe der Junganwälte, die Waldorf dorthin schickt, besteht in erster Linie in ihrer physischen Anwesenheit.

      Fazit:

      Wer seine Mandanten von Anfang an standesgemäß berät und sich seine Dienste realistisch vergüten lässt, ist auch imstande, den Klagen Paroli zu bieten und muss auch bei den zu erwartenden Temperaturen nicht schwitzen.

Webmentions

  • Abmahnung von Waldorf Frommer - Teil 2 - Seite 37 - netzwelt.de Forum 24. Juli 2012

    […] Täglich bekommen wir seit einigen Wochen Anfragen von Anwälten und Abgemahnten, ob denn die Kanzlei Waldorf Frommer ihren Androhungen der Klageerhebung tatsächlich Taten folgen lassen und nach welchen System die Kanzlei Waldorf Frommer denn vorgehen würde. Das müsst ihr doch wissen, denke ich mir, zumindest die, die seinerzeit mit obigen Spruch um die Gunst der Mandanten warben. Geraten diese Kollegen jetzt ins Schwitzen?klage waldorf frommer rechtsanwälte Keine Bange! Die Kanzlei Waldorf Frommer tut das, was sie tun muss: Die Verjährung verhindern. Fälle aus dem Jahr 2009… … weiter […]

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