Aufruf zum Lynchmord weckt Sympathien

Heute Früh ist in Emden der junge Mann zu einem zweiwöchigen Arrest verdonnert worden, der im Mordfall “Lena” zur Selbstjustiz gegen einen Unschuldigen aufgerufen hatte. In der Verhandlung zeigte er Reue. Er betonte, dass es ihm leid tue und er dem Opfer der Hasstiraden einen Gutschein geschenkt habe. Wohl zur Wiedergutmachung. Die Verteidigung spricht von einer inneren Aufgewühltheit des Täters. So, so. Kopfschütteln verursacht nicht der Richterspruch, wohl aber die Reaktionen im Netz, die ich zu diesem Urteil gefunden habe. Viele bekunden Sympathie für den Aufrufer zum Lynchmord, da bspw. die Polizei ohnehin nur die Täter schütze. Solche Sätze lassen vermuten, dass der nun abgeschlossene Lynchaufruf kein Einzelfall bleiben wird.

Es scheint, die Menschheit habe nichts gelernt.

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