bundesweite Anwaltsschelte für AGB-Anfrage

Gestern Nachmittag trudelt eine Email-Anfrage mit folgendem Inhalt ein:

„Guten Tag,

ich würde die Erstellung der AGB´s für eine Auktionsplattform benötigen also mein jeweiliges Rechtsverhältnis gegenüber privaten Verkäufern, gewerblichen Händlern sowie den jeweiligen Seitenbesuchern verbindlich und für mich vorteilhaft zu regeln. Ich agiere lediglich als Plattformbetreiber für Waren jeglicher Art und biete selbst aber keine Waren an. Ich hoffe Sie können mir ein attraktives Angebot machen.“

Tenor in unserer Kanzlei: Da will wohl jemand möglichst wenig zahlen für die Erstellung umfangreicher AGBs! Wir haben dieser Person sodann geantwortet, dass wir nach Stunden abrechnen und seitdem nichts mehr gehört. Der Anfragende hatte etwa 50 Kanzleien „cc“ gesetzt. Ein schlauer Schachzug – dachte er.

Überrascht war ich dann über die erfreulichen Antworten der anderen Kolleginnen und Kollegen an den Anfragenden. Auch diese gaben dem Anfragenden sinngemäß zu verstehen, dass die Erstellung von AGBs Geld kostet. Viel Geld. Zum Teil wurde die Annahme des Mandats gänzlich abgelehnt. Hier scheinen alle an einem Strick zu ziehen. Und das ist auch gut so. Billigheimer gibt es zu Genüge.

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