Der Türke als Mangel

tuerkeSamstags im Autohaus, da bleibt einem manchmal die Spucke weg. Ein neues Auto muss her, das Alte macht es nicht mehr und ist zu klein. Als ich vor einem gebrauchten VW Sharan – Pampers Bomber – stand, kam ein Gebrauchtwagen-Verkäufer, wie er im Buche steht, mit Schreckens geweiteten Augen auf mich zu.

„Interessieren Sie sich für den Wagen? Eins muss ich Ihnen vorneweg sagen, der Vorbesitzer war ein Türke!“

Als er sah, dass meine Kinnlade nicht mehr zuklappte, führte er aus: „Ich sag es inzwischen immer dazu, die PKWs sind meistens versifft und werden nicht besonders pfleglich behandelt.“ Dann senkte er die Stimme, schaute mich mit verschwörerischen Blick an und teilte mir mit: „Unter uns, ich würde so einen Wagen nicht kaufen.“

Alles klar, ich drehte mich um und wusste, dass wird nicht das Autohaus meines Vertrauens. Es mag ja sein, dass Autos von jüngeren Mitmenschen mehr getreten werden und daher im Vergleich zu einem pfleglich behandelten Rentner-Auto keine ähnliche Lebenserwartung haben, dass man dies anhand der Nationalität festmachen kann, ist mir aber neu und suspekt.

Zumal ein VW Sharan wahrscheinlich nicht die korrekte Karre ist, mit der man böse Jungs und hübsche Mädels beeindrucken kann.

 

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