„Hamburger Brauch? Wir sind doch nicht in Hamburg?!“

Diese Woche vor einem kleinen Amtsgericht im Taunus: Mündliche Verhandlung wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.

Die Beklagte weigert sich, eine Unterlassungserklärung mit Strafbewehrung abzugeben. Der Grund: Sie will nichts zahlen. Die von unserer Partei geforderte Vertragsstrafenandrohung von 5.100 Euro sei zu hoch bemessen. Darüber lässt sich streiten. „2.500?“ „Nein, zu hoch.“ „1.000?“ „Nein zu hoch.“ „10 Euro für jeden Verstoß reichen!“ Nun gut. Mein Vorschlag: „Lassen Sie uns nach dem Hamburger Brauch vorgehen!“ Darauf kam die fatale Antwort des Kollegen: „Hamburger Brauch? Wir sind doch nicht in Hamburg?! Hier gelten andere Sitten!“  Tststssts

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