Rechtsanwalt Daniel Sebastian Mahnbescheid – keine Panik!

mahnbescheid_sebastianDer Kollege Daniel Sebastian mahnt seit geraumer Zeit Anschlussinhaber ab, über deren Anschluss angeblich diverse Musikstücke über Tauschbörsen verteilt worden sein sollen. Auf unsere Schreiben wird in der Regel immer nur mit standardisierten Schreiben geantwortet. Auf den Inhalt unserer Schreiben wird meistens nicht eingegangen. Es kommt häufiger vor, dass sich der Kollege für die Abgabe der Unterlassungserklärung bedankt, obwohl wir deren Abgabe gerade verweigert haben.

Bisher sind uns keine Filesharing Klagen von Daniel Sebastian bekannt

Wir vertreten eine größere Anzahl von Mandanten, die die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz und Anwaltskoten verweigern, da wir der Ansicht sind, dass diese weder als Täter noch als Störer haften. Bisher hat auch noch keiner unserer Mandanten einen Mahnbescheid von Daniel Sebastian erhalten oder  wurde gar verklagt. Ich habe bisher auch noch nicht von anderen Kollegen erfahren, dass deren Mandanten verklagt worden sind.

Mahnbescheid Daniel Sebastian – Einzelfall oder neues Druckmittel?

Inzwischen liegt uns ein erster Mahnbescheid der Kanzlei Daniel Sebastian für den Rechteinhaber Aerosoft GmbH vor. Der Betroffene wurde bisher anwaltlich nicht vertreten. Laut seiner eigenen Aussage, weiß er gar nicht um was geht. Interessant an dem Mahnbescheid ist, dass unter Hauptforderung „Vergleichsabschluss“ 555,00 EUR aufgeführt ist.

Entweder hat der Betroffene eine Erinnerungslücke, dass er mit dem Kollegen Daniel Sebastian einen Vergleich geschlossen hat oder dem Kollegen ist hier ein Fehler unterlaufen.

Trotz dieses Mahnbescheides kann ich mir aktuell nicht vorstellen, dass es zu einer größeren Klageaktivität seitens des Kollegen Daniel Sebastian kommen wird. Vorliegend hat ein Abgemahnter einen Mahnbescheid erhalten, der bisher nicht anwaltlich vertreten war. Sollte tatsächlich im Vorfeld ein Vergleich in dieser Angelegenheit geschlossen worden sein, liegt das Risiko für den Kollegen Sebastian gleich bei null. Mahnbescheide müssen im Gegensatz zu einer Klage nicht aufwendig begründet werden und werden im Bereich der Filesharing-Abmahnungen gerne als weiteres Druckmittel eingesetzt. Viele Abgemahnte bekommen bei dem Erhalt eines Mahnbescheides weiche Knie und denken, dass sie sich schon in einem Gerichtsverfahren befinden.

Mahnbescheide und Klagen als Druckmittel

In jüngster Zeit hatten wir auch einige Fälle, in denen bspw. von dem Kollegen Sebastian Wulf Klage eingereicht worden ist. Spätestens ein Tag vor der mündlichen Verhandlung wurden viele Klagen wieder zurückgenommen – teurer Spaß für die Gegenseite.        

Fazit:

Auch wenn man einen Mahnbescheid erhält, sollte man besonnen vorgehen und nicht vor Angst direkt zahlen. In vielen Fällen ist die Forderung schlicht und ergreifend nicht berechtigt und sollte daher ausführlich überprüft und anhand der aktuellen Rechtsprechung bewertet werden. Die Zeiten, in den die Kanzleien mit ihren Filesharing-Schadensersatz- und Anwaltsforderungen zum Gericht ihrer Wahl marschieren konnten und nur noch das für sie bzw. ihre Mandantschaft positive Urteil abholen musste, ohne dass die berechtigten Einwände des Abgemahnten tatsächlich berücksichtigt oder positiv für ihn bewertet wurden, sind Gott-sei-Dank in den meisten Fällen vorbei.

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