WhatsApp Nummernweitergabe – Die AGB entbehren jeglicher Grundlage

Was viele Nutzer ahnten wird nun offizielle Realität. Konzerne wie WhatsApp und Facebook sammeln die Daten ihrer Nutzer und wollen damit Geld verdienen. Das ist nicht weiter verwerflich. Wie sonst soll der „kostenfreie“ Messenger funktionieren? Blöd ist nur, dass nicht nur die eigenen Nutzer ausgezogen werden, sondern auch die unbeteiligten Kontakte der Nutzer. Das lässt sich mit unserem Rechtsverständnis nur schwer vereinbaren – zumindest mit dem Verständnis einiger Juristen, Datenschützer und Vereine.

Unternehmen, die WhatsApp nutzen, sollten unter keinen Umständen die neuen AGB bestätigen. Das würde zu einem massiven Datenschutzrechtsverstoß führen und kann teuer werden. Ich finde es ohnehin ein Unding, dass WhatsApp in Unternehmen zum Einsatz kommt. Kein Unternehmen kann den Datenschutz seiner Mitarbeiter gewährleisten, wenn WhatsApp oder Facebook in der Kommunikation zum Einsatz kommt. Welch ein Irrsinn. Aber das ist ein anderes Thema. Es gibt genügend sichere Alternativen. Nutzt die.

Aber selbst der Privatmann begibt sich auf dünnes Eis, wenn er gegenüber WhatsApp bestätigt, dass er autorisiert sei, die Telefonnummern seiner Kontakte freizugeben. Das wäre er nämlich nur dann, wenn er VORHER alle seine Kontakte um Erlaubnis bitten würde. Das wird er aber wohl kaum machen. Viel zu umständlich.

Was wird geschehen?

Der gemeine WhatsApper wird WhatsApp anlügen und bestätigen, dass er autorisiert sei. Und das Opfer? Der Kontakt, dessen Nummer weitergegeben wurde? Er wird schweigen, trotz Verstoßes gegen sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Was soll`s?. Wo kämen wir denn hin, wenn wir hiergegen vorgehen würden? Im Ergebnis dürften wir dann WhatsApp nicht mehr nutzen. Das geht nicht.

Prognose:

Die Unbekümmertheit der WhatsApp-Nutzer und auch der Nicht-Nutzer wird dazu führen, dass Millionen Telefonnummern an WhatsApp übermittelt werden – trotz Rechtsbruchs. Ach so, ja! Ich werde immer wieder gefragt, ob denn die WhatsApp-User, die die Weitergabe der Telefonnummern bestätigen, abgemahnt werden können: Ja, könnten sie. Aber das wird nicht passieren und wäre auch nicht zielführend, da nur Aufklärung zu einem Bewusstseinswandel führen kann.

Widerspruch? Zwecklos. Geht WhatsApp am A…vorbei.

Meine Empfehlung:

Messengerwechsel.

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